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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 10:53 Uhr

Neue Standort-Suche : Kapitäne weiter ohne Tankstelle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Pläne für Zapfsäulen am Störkanal werden vorerst nicht umgesetzt. Die Stadt lässt ein Gutachten für drei Wasser-Standorte erarbeiten

svz.de von
erstellt am 12.Aug.2014 | 08:00 Uhr

An ihm habe es nicht gelegen, versichert Gerhard Krüger. Er stehe weiterhin in den Startblöcken. Aber die rechtlichen Voraussetzungen müssten andere schaffen. Auf seinem Firmengelände beim Störkanal in Raben Steinfeld wollte der Unternehmer eigentlich in diesem Jahr eine Wassertankstelle errichten, seit Jahren heiß ersehnt von den Hobby-Kapitänen auf dem Schweriner See. Aber aus dem Projekt ist bislang nichts geworden.

„Die städtische Umweltschutzbehörde hat die notwendigen Bauvorlagen für die Prüfung des wasserseitigen Vorhabenteils im Vorbescheidverfahren formuliert“, sagt Günter Reinkober vom Schweriner Amt für Stadtentwicklung. Was fehle, sei eine formelle Bauvoranfrage. Die verklausulierte Antwort lässt erahnen, auf welche bürokratischen Hürden das Vorhaben trifft: „Wegen der Hoheitsgrenze am Ufer zwischen Schwerin und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim haben sowohl beide Gemeinden als auch beide Verwaltungseinheiten Mitspracherecht“, erklärt Reinkober.

Andreas Zähle, Sprecher der Initiative Schweriner Seen und Umland, kann angesichts des Hin und Her nur mit dem Kopf schütteln. „Eine Tankstelle ist für den Wassertourismus von großer Bedeutung“, betont er immer wieder. Auch die Weiße Flotte würde eine Wassertankstelle begrüßen, sagt Geschäftsführer Christian Getz. Ob die Schiffe der Flotte allerdings auch an der Tankstelle tanken würden, hänge von den Preisen und vom Standort ab. „Es muss sich für uns rechnen.“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat dem Projekt einer Wassertankstelle mittlerweile seinen Segen gegeben. Jedoch ebenfalls mit einer wichtigen Einschränkung: Die Eignung eines konkreten Standortes müsse aus ökologischer Sicht nachgewiesen sein, so Referentin Janine Wilken.

Und so geht die Stadt das Projekt jetzt noch einmal grundsätzlich an. „Ein beauftragtes FFH-Gutachten soll bis zum Spätherbst prüfen, welcher von drei Standorten für eine Wassertankstelle geeignet ist“, berichtet die Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS), Ilka Wilczek. Danach müssten dann Gelder für Planungsunterlagen in den städtischen Haushalt eingestellt werden – oder es finde sich ein Investor für eine solche Anlage.

Nach SVZ-Informationen handelt es bei den drei untersuchten Standorten um Flächen am Störkanal, am Stangengraben und am Werderkanal.

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