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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 23:47 Uhr

Haus der Begegnung : Kandidatentest zur Kommunalwahl

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Haus der Begegnung zieht Bilanz seiner Arbeit und gibt einen Ausblick auf die Schwerpunkte für das neue Jahr

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Das Haus der Begegnung hat im vergangenen Jahr seine Angebote weiter ausbauen können. Das sagte der Vorsitzende des Trägervereins, Armin Blumtritt bei der am Jahresanfang schon traditionellen Informationsveranstaltung für Vertreter sozialer Vereine und Verbände. Insgesamt nutzten rund 18 000 Besucher den sozialen Anlaufpunkt in der Perleberger Straße. „Der Gedanke der Solidarität lebt in unserem Haus“, so Blumtritt. „Wir sind fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur in der Landeshauptstadt, aber auch in den umliegenden Landkreisen.

Einige Angebote hob der Vereinsvorsitzende besonders hervor: die sechste Arbeitsmarktpolitische Konferenz zu den Problemen von Langzeitarbeitslosen und Behinderten, das Kompetenzzentrum für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen oder auch die Teilnahme an Gesundheitsmärkten in Schwerin und dem Umland.

Bei seinem Ausblick auf das neue Jahr kündigte Armin Blumtritt den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Zoo und dem Landesverband der Volkssolidarität an. Außerdem wird es wieder eine arbeitsmarktpolitische Konferenz geben und es sind Aktionen zum Tag des Lärms geplant. „Wesentlicher Höhepunkt soll der Tag der offenen Tür am 12. Mai werden“, so Blumtritt. Geplant ist dann auch eine Gesprächsrunde mit Bewerbern für die neue Stadtvertretung. „Wir werden diese Kandidaten fragen, was sie für den Erhalt des guten Ausbaus der Sozialarbeit in unserer Stadt tun wollen.“

Vertreter mehrerer Vereine und Verbände nutzte die Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow für Fragen und Forderungen. So forderte der Vertreter des Erwerbslosenverbandes den Ausbau des zweiten, öffentlich geförderten Arbeitsmarktes. Nur so sei die soziale Struktur in Schwerin, seien beispielsweise Tafeln und Sammelbörsen zu erhalten. Die Vertreterin der Dreescher Werkstätten erwartet mehr Geld für die Familienbetreuung von der Stadt. Beispielsweise seien Reisen für die Betroffenen oft zu teuer. Mit einem Zuschuss könnten sie auch am Gemeinschaftserlebnis teilhaben. Manfred Rehmer vom Behindertenverband machte darauf aufmerksam, dass immer noch Bauvorhaben in der Stadt ohne Beteiligung der Behindertenvertretung umgesetzt würden. So sei die neue Polizeiwache in der Schlossstraße nicht barrierefrei zu erreichen. Außerdem forderte Rehmer eine bessere Förderung des Hauses der Behinderten im Mueßer Holz.

Oberbürgermeisterin Gramkow lobt die Arbeit des Hauses der Begegnung als wichtige Grundlage für das Zusammenleben in Schwerin. Die vielen aufgeworfenen Fragen konnte sie nur zum Teil direkt beantworten. „Sie wissen aber, dass ich mich sogleich kundig machen werde und Sie ihre Antworten bekommen.“

Armin Blumtritt kündigte für dieses Jahr auch an, dass wieder der 2013 erstmals vergebene Sozialpreis des Hauses der Begegnung verliehen wird. Und er kündigte an, dass die Einrichtung einen Baum für den Tafelgarten spenden wird.

 

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