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Zwischen Hundorf und Kirch Stück : Kampf für einen Brückenschlag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bahnquerung nördlich des Kirch Stücker Sees: Gemeinden Seehof und Klein Trebbow suchen mit Vereinshilfe nach Projektpartnern

von
erstellt am 13.Jul.2017 | 16:00 Uhr

„Wir wünschen uns eine neue naturbelassene Radfahr- beziehungsweise Fußgängerbrücke zwischen unseren Dörfern“, sagt Claus Wergin. Mit „uns“ meint der Seehofer unter anderem auch die Mitglieder des Fördervereins der Kirche zu Kirch Stück. Denn eines der Projekte, das unter seiner Regie in den vergangenen Monate vorangetrieben wurde, ist der Brückenschlag über die Bahnstrecke nördlich des Kirch Stücker Sees.

Laut Claus Wergin war es 1972, als die alte historische Steinbrücke über die Bahnstrecke zwischen den Nachbardörfern Hundorf und Kirch Stück gesprengt wurde. Und damit wurde auch der alte Kirchweg der Sankt-Georgs-Kirche zu den Orten östlich der Bahnstrecke Schwerin-Wismar abgetrennt, ergänzt der Seehofer. Dadurch hätten sich die ursprünglichen nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen den Dörfern gelöst. Und genau das soll sich, geht es nach Wergin und seinen Mitstreitern, bald wieder ändern. Ziel der Bürgerinitiative ist es, einen Brückenbau anzuschieben. Es soll keine Überführung für den Autoverkehr werden. Die Ideen dienen derzeit für eine naturbelassene Radfahr- beziehungsweise Fußgängerbrücke. Schon 2013 hatte sich ein regionales Planungsbüro mit dem Thema beschäftigt. Es fehle allerdings an den nötigen finanziellen Mitteln, betont Jürgen Hansen vom Förderverein. Und genau um die wollen sich nun die angrenzenden Gemeinden mit kümmern. Am Dienstag gab es erste Gespräche zwischen Gemeinden und Förderverein. Die Kommunen Seehof sowie Klein Trebbow stehen dem Projekt aufgeschlossen gegenüber.

Klein Trebbows Bürgermeister Holger Bannuscher erklärt: „Wir sind noch am Anfang und auf der Suche nach möglichen Fördermittelgebern.“ Die Gemeinden wären nicht in der Lage, das Vorhaben allein zu finanzieren. Bislang liegt die erste vorsichtige Kostenschätzung für eine Brücke bei 1,1 Millionen Euro.

Holger Bannuscher sieht in diesem Projekt nicht nur eine touristische Bereicherung. „Jetzt müssen Bürger, die von Trebbow nach Hundorf mit dem Rad wollen, immer über Medewege oder Lübstorf fahren. Das ist ein großer Umweg.“ Zudem sei die Anbindung bis zur Bahntrasse intakt. Die Strecke von der B 106 kurz hinter Kirch Stück bis zum alten Brückenkopf ist teilweise gepflastert und verlaufe größtenteils über Landesfläche. Auch die Zuwegung von der anderen Seite sei noch nutzbar. Dieser Wegabschnitt gehört der Gemeinde Seehof. „Aber zunächst brauchen wir die finanzielle Absicherung für den Bau, sonst wird das nichts“, betont Bannuscher.

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