Flüchtlinge in Schwerin : Junger Syrer macht Lehre bei IT-Firma

Fühlt sich wohl bei der Firma Bergwerk IT: Muhamed Alahmed (M.) mit Chef Holger Franck (r.) und Kollege Felix Martin
Fühlt sich wohl bei der Firma Bergwerk IT: Muhamed Alahmed (M.) mit Chef Holger Franck (r.) und Kollege Felix Martin

Muhamed Alahmed erfüllt sich in der Landeshauptstadt seinen Traum

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30. November 2017, 23:11 Uhr

Informatik-Ingenieur wollte er werden, hatte sich schon an der Universität von Aleppo eingeschrieben. Doch dann kam der Krieg. Muhamed Alahmed flüchtete aus seiner Heimat. Seit Dezember 2014 lebt der Syrer in Deutschland – und ist dabei, sich seinen großen Traum zu erfüllen: Muhamed macht bei der Firma Bergwerk IT in Schwerin eine Ausbildung zum Fachinformatiker.

Schon gleich nach seiner Ankunft in der Bundesrepublik stellte Muhamed die richtigen Weichen: Er machte einen Sprachkurs nach dem anderen, spricht mittlerweile sehr gut Deutsch. Bei der Job-Suche half ihm eine so genannte Einstiegsqualifizierung. Dabei handelt es sich um ein Langzeitpraktikum, das von der Arbeitsagentur gefördert wird. „So konnten wir Muhamed näher kennen lernen“, sagt der Geschäftsführer von Bergwerk IT, Holger Franck. Und der Chef ist voll des Lobes: Der junge Syrer arbeite sehr selbstständig, erstelle und pflege Web-Seiten. Auch Muhamed ist zufrieden mit der Arbeit in der Bergstraße. „Die Kollegen sind sehr nett. Wir treffen uns auch privat.“

Ein Jahr dauerte die Einstiegsqualifizierung, die dem Syrer nun komplett auf seine Lehrzeit angerechnet wird. Nur noch zwei Jahre braucht er nun bis zum Abschluss. „Die Einstiegsqualifizierung ist bei Muhamed bestmöglich gelaufen“, sagt Susanne Wilke von der Schweriner Arbeitsagentur, die den 22-Jährigen und die Firma Bergwerk IT gemeinsam mit ihrer Kollegin Carmen Lindner betreut. Das Langzeitpraktikum biete jedoch auch für andere junge Leute gute Chancen, berichtet Lindner. So seien von den 141 Teilnehmern der Einstiegsqualifizierung im vergangenen Jahr immerhin 80 in eine überwiegend betriebliche Ausbildung übernommen worden.

Muhamed sieht seine Zukunft in Deutschland. „Ich möchte nach dem Krieg aber auch etwas für meine Heimat tun“, sagt er. Seine Eltern leben noch immer in Syrien, in einer umkämpften Region.

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