Schweriner Jungpolitiker : Junge Linke mag es familiär

Grüne Haare, rotes Herz: Franziska Sip engagiert sich bei der Linksjugend Solid. Das Kürzel steht für sozialistisch, links und demokratisch.
Grüne Haare, rotes Herz: Franziska Sip engagiert sich bei der Linksjugend Solid. Das Kürzel steht für sozialistisch, links und demokratisch.

Jung, motiviert und politisch aktiv in Schwerin – heute: Franziska Sip kämpft besonders für Gleichberechtigung und den Feminismus

svz.de von
07. April 2017, 12:00 Uhr

Schwarz, Rot, Grün, Gelb oder Violett – wie das politische Farbspektrum sind auch die Meinungen in der deutschen Politik-Landschaft breit gefächert. Gerade im Jahr der Bundestagswahl engagieren sich immer mehr junge Menschen politisch, auch in Schwerin. Heute spricht Nachwuchspolitikerin Franziska Sip über ihre Motivation, bei der Linksjugend Solid aktiv dabei zu sein.

Familiär und persönlich. Diese beiden Worte fallen Franziska Sip sofort ein, wenn sie über die Linksjugend aber auch über die Mutterpartei spricht. „Wir duzen uns alle“, erzählt sie. Diese Nähe und familiäre Atmosphäre schätze sie besonders.

Doch es gibt auch noch einen anderen Grund, warum sich die 20-Jährige seit Anfang des Jahres aktiv bei Solid engagiert. „Ich gehöre zur Generation, die die Zukunft mitbestimmen wird“, sagt sie. „Das nimmt uns keiner ab.“ Seit ihrem 15. Lebensjahr interessiert sie sich für Politik, seit 2015 sympathisiert sie mit den Linken. „ Anfang des Jahres hieß es: Jetzt muss ich mal ran.“

Und die gebürtige Neustrelitzerin legte gleich ordentlich los. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern reaktivierte sie die Schweriner Solid-Ortsgruppe, ist seit Februar deren Sprecherin sowie die Parteitagsdelegierte für den Landesverband der Linksjugend. „Wie bei der Mutterpartei haben auch wir eine Doppelspitze“, so Franziska Sip, die sowohl in der Jugend- als auch in der Mutterpartei Mitglied ist. „Solid ist eine autonome Gruppe der Partei, wir werden von ihr unterstützt, dürfen sie aber auch kritisieren.“

Warum es ausgerechnet die Linken wurden, ist schnell erklärt. „Wenn man nicht zur SPD will, bleibt nicht mehr viel übrig“, sagt die Kundenberaterin mit einem Lachen. „Außerdem hebt sich die Linke von der Masse ab, ist die größere Protestpartei.“ Und die Landtagsabgeordnete Jacqueline Bernhardt habe ihr gut zugeredet.

Jetzt nimmt die Linksjugend einen Großteil der Freizeit von Franziska Sip ein. Sie möchte allerdings auch so viel wie möglich mitnehmen an Erfahrungen und Erlebnissen. „Natürlich ist das anstrengend, aber es macht unglaublich viel Spaß“, sagt sie. „Ich knüpfe neue Freundschaften und lerne viele interessante Leute kennen.“ Zudem organisiert sie zahlreiche Aktivitäten, bei denen sich die Solid-Mitglieder präsentieren. Infostände der Linken im Wahlkampf, ein offenes Aktionsbündnis gegen die Überwachung am Marienplatz gemeinsam mit den Jungen Grünen, den Jusos und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, 14-tägige Treffen – der Terminkalender ist voll. So hat die Nachwuchspolitikerin viele Möglichkeiten, für ihre Themen Gleichberechtigung und Feminismus zu kämpfen.

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