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Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 08:22 Uhr

Junge Leute in der Region halten

vom

svz.de von
erstellt am 06.Apr.2011 | 06:24 Uhr

Schwerin | Dirk Heyden hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Mehr als 4000 Menschen in Westmecklenburg möchte der neue Leiter der Schweriner Arbeitsagentur gemeinsam mit seinen Mitarbeitern in diesem Jahr wieder in Beschäftigung bringen, dazu 700 junge Leute in Ausbildung. "Die Vermittlung muss für uns oberste Priorit ät haben", sagt der 47-Jährige, der am 1. April die Nachfolge von Helmut Westkamp angetreten hat (wir berichteten).

Heyden hat innerhalb der Bundesagentur für Arbeit schon zahlreiche Leitungsfunktionen wahrgenommen. Sein Weg führte ihn unter anderem über Stralsund und Kiel als Agentur-Chef nach Iserlohn und Heide sowie als Mitglied der Geschäftsführung nach Hamburg. Auch in der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur konnte der gebürtige Braunschweiger vielfältige berufliche Erfahrungen sammeln.

Die neue Aufgabe in der Landeshauptstadt habe er gerne übernommen, betont Heyden, dessen Vater aus Schwerin stammt. "Mich reizt die Funktion, um mich reizt es, zusammen mit anderen Menschen etwas zu bewegen und zu gestalten."

Als Dienstleister sieht Heyden die Arbeitsagentur. Dabei habe sich der Beschäftigungsmarkt komplett geändert. "Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Sicherung des Fach kräftebedarfs die größte Herausforderung der kommenden Jahre", erklärt der neue Agentur-Leiter.

Heyden möchte junge Leute in Westmecklenburg halten. "Wir dürfen es nicht zulassen, dass weiterhin zwischen 10 und 15 Prozent der Jugendlichen nach der Schule die Region verlassen", so der Agentur-Chef. Vielmehr komme es darauf an, den jungen Leuten die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort aufzuzeigen. Dabei müssten Schulen, Unternehmen und Arbeitsagentur zusammenwirken, erklärt Heyden. Rechnerisch könne heute schon jeder Be werber fast zwischen zwei Lehrstellen wählen. Besonders gute Aus sichten hätten Schulabgänger, die etwa in die Gastro-Branche oder den Einzelhandel wollten.

Der neue Leiter der Schweriner Arbeitsagentur geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in der Region in den kommenden Jahren weiter zurückgehen wird. Daraus ergäben sich auch Chancen für Personengruppen, die von der Aufwärtsentwicklung am Job-Markt bisher nicht so profitiert hätten, sagt Heyden . Das gelte etwa für Langzeitarbeitslose, Geringqualifizierte und Ältere. Durch gezielte Weiterbildungsangebote wolle die Arbeitsagentur dabei helfen, dieses Beschäftigungspotenzial zu erschließen.

Ausdrücklich stellt sich Heyden hinter die Kooperation von Arbeitsagentur und Kommune bei der Trägerschaft der Job-Center für die Hartz-IV-Empfänger. Jede Seite bringe ihre Stärken und Kompetenzen ein, die Arbeitsagentur ihr Know how bei Arbeitsmarktpolitik, Vermittlung und Leistungsgewährung, die Kommune ihre kommunalen Netzwerke.

Apropos Netzwerkarbeit: Er werde wie sein Vorgänger einen engen Kontakt zur Stadt, zu den Landkreisen und zur regionalen Wirtschaft halten, sagt der Schweriner Agentur-Leiter, der auch eine Weiterentwicklung des Arbeits service ankündigt. "Unternehmen, die bei uns nach Arbeitskräften nachfragen, müssen innerhalb von 48 Stunden eine qualifizierte Antwort bekommen", so Heyden.

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