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Schwerins Begegnungsstätten : Jung und Alt unter einem Dach

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehrgenerationenhäuser des Internationalen Bundes im Mueßer Holz und der Caritas in Krebsförden werden bis 2020 vom Bund gefördert

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erstellt am 06.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Sie singen gern und mit kräftigen Stimmen. Der Name ihres Chores ist Programm: „Lebensfreude“. Einmal in der Woche, immer dienstags um 16.30 Uhr, treffen sich die Mitglieder im Mehrgenerationenhaus des Internationalen Bundes (IB) in der Keplerstraße, um zu üben – russische, ukrainische und deutsche Lieder, Lieder über das Leben und die Freude. Und Grund zur Freude gibt es jetzt nicht nur für den Chor unter Leitung von Tatjana Peters: Das Bundesfamilienministerium hat das Mehrgenerationenhaus erneut in die Förderung aufgenommen. Bis 2020 ist die Finanzierung gesichert.

30 000 Euro spendiert das Ministerium jetzt wieder jedes Jahr, jeweils 10 000 Euro steuert die Kommune bei. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung“, sagt IB-Koordinator Lutz Schütt. „Seit zehn Jahren begegnen sich nun schon junge und ältere Menschen in unserem Haus.“ Ja, das Mehrgenerationenhaus des Internationalen Bundes feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum. Mehr als 20 Projekte gibt es aktuell unter dem Dach des Hauses, die jede Woche rund 200 Besucher anlocken. Das Angebot reicht von der Hausaufgabenhilfe über einen Malkurs für Erwachsene und eine Rommé-Runde bis zur Krabbelgruppe. An das Mehrgenerationenhaus angebunden ist auch das Projekt „Boxen statt Gewalt“ des Boxclubs Traktor Schwerin, für das der Verein im vergangenen Jahr mit dem „Annette-Köppinger-Preis für Integration und Menschlichkeit“ ausgezeichnet wurde. „Mit dem sportlichen Angebot in der Halle in der Hegelstraße holen wir Kinder mit und ohne Migrationshintergrund von der Straße“, erklärt Schütt.

Neben dem Mehrgenerationenhaus des IB im Mueßer Holz kommt noch eine weitere Einrichtung in Schwerin in den Genuss der Förderung aus dem Bundesprogramm: der Caritas-Stadtteiltreff in der Johannes-Gillhoff-Straße in Krebsförden. „Den Förderbescheid haben wir zwar noch nicht bekommen, aber die Signale aus Berlin auf unsere Bewerbung sind positiv“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes, Martin Gagzow. „Die Förderung ist in trockenen Tüchern“, bestätigt die Sprecherin des Familienministerium, Susanne Gütte. Die Bescheide gingen in den nächsten Tag in die Post. Auch der Stadtteiltreff in Krebsförden sei eine etablierte Anlaufstelle für Kinder und Erwachsene, betont Gütte. Es gäbe viele Angebote, die der generationsübergreifenden Freizeitgestaltung dienten. Außerdem leiste das Mehrgenerationenhaus der Caritas wie die Einrichtung des IB einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen, so die Ministeriumssprecherin.

Insgesamt rund 550 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland werden vom Bund gefördert, allein in Mecklenburg-Vorpommern sind es künftig 25. „In den Häusern kommen Menschen zusammen, sind füreinander da – Jung hilft Alt, Alt hilft Jung. Die Mehrgenerationenhäuser sind starke und erfahrene Partner für die Kommunen, wenn es darum geht, den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen“, unterstreicht Ministerin Manuela Schwesig.

Auch Tatjana Peters und ihre Mitstreiter vom Chor „Lebensfreude“ wissen, was sie an dem Mehrgenerationenhaus in der Keplerstraße haben: „Wir sind dankbar, dass wir in diesem Haus jede Woche proben können“, sagt Peters.



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