Missbrauch Schwerin : Jugendklub schließt: Anzeige gegen Vereinsmitglieder

Immer noch geöffnet: „Power for Kids“
Immer noch geöffnet: „Power for Kids“

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22. Januar 2016, 15:32 Uhr

Der Verein „Power for Kids“ soll nach erneuten Missbrauchsvorwürfen gegen den Gründer und jahrelangen Leiter, Peter B., den Jugendtreff schließen. Das hatten Jugendhilfeausschuss und Stadtspitze gefordert. „Aktionismus, wie die Wahl eines neuen Vorstandes oder eine Namensänderung, zeugen von der augenscheinlichen Überforderung des Vereins, sich der Dimension der Herausforderung zu stellen. Solange der Verein mit diesen Aufgaben überfordert ist, dürfen ihm auch nicht Kinder und Jugendliche anvertraut werden“, so Peter Brill, Lothar Gajek und Rudolf Hubert vom Jugendhilfeausschuss.

„Der Vereinsvorstand wird vorübergehend seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ruhen lassen“, sagte Sozialdezernent Andreas Ruhl auf SVZ-Anfrage. Kurzfristig müssten dafür die Freien Träger Alternativangebote für die Kinder  unterbreiten.

Erst in dieser Woche war bekannt geworden, dass Peter B., dem im aktuellen Verfahren 62-facher Kindesmissbrauch vorgeworfen wird, 2014 und 2015 drei Jungen schwerer misshandelt haben soll, als bislang angenommen (SVZ berichtete).

Bereits 2004 sei zudem gegen ihn wegen Missbrauchsvorwürfen ermittelt worden, berichtet der NDR. Es habe sich allerdings kein hinreichender Tatverdacht ergeben, so Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek.

Währenddessen hat Ralf Ascher, AfD-Mitglied im Jugendhilfeausschuss, Strafanzeige gegen Vereinsmitglieder und Mitarbeiter  von „Power for Kids“ „wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung“ gestellt. „Der Missbrauch hat auch in den Vereinsräumen stattgefunden“, so Ascher. „Dort hielten sich Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins auf.“

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