Jugend musiziert - und wie

Anna (l.) und Paula Pinn aus Berlin erspielten sich einen der Sonderpreise in der Kategorie 'Werk einer Komponistin' mit 'Articulator VI' von Agnes Dorwarth (1953). SVZ
Anna (l.) und Paula Pinn aus Berlin erspielten sich einen der Sonderpreise in der Kategorie "Werk einer Komponistin" mit "Articulator VI" von Agnes Dorwarth (1953). SVZ

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09. September 2012, 08:09 Uhr

Schwerin | Es klingt niedlich bis stachelig - aber "Wespe" bedeutet vor allem: Erstklassige junge Musiker messen sich. Beim "Wochenende der Sonderpreise" haben sich am Wochenende die Bundessieger des "Jugend musizier"-Wettbewerbes in Schwerin einer Jury gestellt und im Staatstheater ein festliches Abschlusskonzert gespielt. Juryvorsitzende Prof. Reinhart von Gutzeit konnte bei dem Extra-Wettbewerb 48 Nachwuchsmusiker mit Sonderpreisen ehren. "Die Teilnehmer sind bei Wespe aufgerufen, sich mit Musikwerken vor allem des 20. und 21. Jahrhunderts zu beschäftigen, Werke vorzustellen, die selten auf den Konzertprogrammen stehen oder Stücke zu präsentieren, die wieder entdeckt oder überhaupt erst geschrieben worden waren", erläuterte Reinhart von Gutzeit. Auch die "Verfemte Musik", also Werke und Komponisten, die von den Nationalsozialisten aus dem Kanon verbannt oder sogar verfolgt und ermordet worden waren, stand als Preiskategorie auf dem Programm. Insgesamt hatten sich mehr als hundert junge Musikerinnen und Musiker in den Kategorien "Eigenes Werk", "Zeitgenössisches Werk", "Werk der Klassischen Moderne", "Werk einer Komponistin", "Für Jugend musiziert komponiertes Werk" und "Werk der Verfemten Musik" beworben.

Klein, "aber ausgesprochen anspruchsvoll" sei der Wespe-Wettbewerb, betonte Reinhart von Gutzeit: "Und schöner als nun in Schwerin kann er nicht sein." Nach dem Bundesfinale in Neubrandenburg hatte sich "Jugend musiziert" entschlossen, das "Wochenende der Sonderpreise" nicht nur 2012 in Schwerin zu veranstalten - sondern auch in den beiden nächsten Jahren im Nordosten zu bleiben. Voraussichtlich solle Wespe 2013 in Rostock stattfinden, dann sicher in Anbindung an die Hochschule für Musik und Theater (HMT), kündigte der Jury-Chef an, bevor es 2014 wieder nach Neubrandenburg geht.

Das erste Wespe-Jahr in MV sei ein Erfolg gewesen, sagte Reinhart von Gutzeit: "Die jungen Musiker habe das als wirkliche Wertschöpfung erlebt." Abermals habe sich "Jugend musiziert" als Förderprogramm für den musikalischen Nachwuchs erwiesen: "Wir haben etliche 16-, 17-, 18-Jährige gehört, die sich ohne Weiteres in einem professionellen Konzertsaal präsentieren könnten".

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