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Zuwachs im Crivitzer Arboretum : Jubilarin pflanzt Baum des Jahres

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Waltraud Franz spendete eine Winterlinde

Der Landschaftspark in Crivitz hat Zuwachs bekommen. Am Sonntag während einer geführten Wanderung pflanzte Waltraud Franz aus Crivitz im Landschaftspark eine Winterlinde – den Baum des Jahres 2016. Der Anlass war ein besonderer: Die Crivitzerin hatte am Sonnabend ihren 75. Geburtstag gefeiert – und sich von ihrer Familie, zu der drei Kinder, sieben Enkel und drei Urenkel gehören, die Baumspende gewünscht. Das sei etwas Sinnvolles. An dem Baum werde sie sich erfreuen. Und für die junge Generation sei es eine schöne, bleibende Erinnerung, sagt sie.

Bei der Pflanzaktion bekam die Seniorin tatkräftige Unterstützung von ihrem Sohn Mario Franz sowie von Hans-Jürgen Heine. Heine vom Förderverein Crivitzer Arboretum hatte die Linde von einer Baumschule besorgt, den Platz ausgewählt und für das nötige Drumherum gesorgt. Denn nachdem der Baum gepflanzt war, bekam er zur Stabilisierung noch einen Pfahl.

Für eine Linde hatte sich die Jubilarin ganz bewusst entschieden. Wenn der Baum größer ist und die Bienen in ihm summen, sei es doch herrlich, blickt sie voraus. Und die Crivitzerin zählt weitere Vorteile auf: Aus Lindenblüten lässt sich Tee zubereiten, ebenso Honig. Und im Herbst könne man beim Spaziergang sogar die Früchte essen – als Snack. Ursprünglich hatte Waltraud Franz an eine Sommerlinde gedacht. Doch Hans-Jürgen Heine habe sie von der Winterlinde überzeugt. Bislang fanden alle Bäume des Jahres – also von 1989 an – hier einen gebührenden Platz.

Die Winterlinde war die 16. Baumspende, informiert Hans-Jürgen Heine vom Förderverein. Die Sponsoren, 14 an der Zahl, kommen vorwiegend aus Crivitz, Schwerin und Leezen. Freie Standorte gebe es noch genügend, meint der Gädebehner. Wer Interesse hat, kann sich beim Förderverein melden, Ansprechpartner dafür ist Hartmut Paulsen im Amt Crivitz unter Telefon 03863/545460.

Waltraud Franz will regelmäßig nachschauen, wie sich ihr Baum entwickelt. „Ich gehe gern im Arboretum spazieren. Es ist so ruhig dort.“ Sie verstehe gar nicht, dass einige Crivitzer den knapp acht Hektar großen Park immer noch nicht so richtig kennen. Dabei könne man hier wunderschön auf Lehrpfaden wandern. Der Park wurde 2007 als Ausgleichsmaßnahme für die Umgehungsstraße für Crivitz angelegt.

Aber Waltraud Franz ist nicht nur hier gern unterwegs. Jeden Morgen führe sie ihren Hund „Blacky“, einen Spitz, aus – sommers wie winters gegen 5 Uhr für eine halbe Stunde, erzählt die rüstige Seniorin. Die Mittagsrunde dauert schon etwas länger, es geht durch den Rosenweg zu den Kleingärten am See. Eine dieser Parzellen gehört ihr. „Den Kleingarten bewirtschaftet unsere Mutter noch allein“, sagt ihr Sohn Mario.

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erstellt am 09.Mai.2016 | 23:20 Uhr

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