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Neue Arbeitsplätze in Schwerin : Job-Suche führte ins Kapselwerk

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach Umschulung und Praktikum: Arbeitslose starten bei Nestlé im Industriepark in den Göhrener Tannen beruflich noch einmal durch

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erstellt am 09.Nov.2016 | 05:00 Uhr

Sie strahlen um die Wette: die neuen Nestlé-Mitarbeiter. Drei Monate lang wurden acht Männer und eine Frau im Schweriner Ausbildungszentrum (SAZ) in Lankow gezielt auf ihre Tätigkeit im Kaffeekapselwerk im Industriepark in den Göhrener Tannen vorbereitet. Nach einem vierwöchigen Praktikum sind sie nun fest angestellt, gehören zum Team der insgesamt 330 Beschäftigten bei Nestlé in Schwerin, haben den Sprung aus der Arbeitslosigkeit geschafft.

„Ein schönes Gefühl“, sagt Raphael Kläbe. Der 29-Jährige ist gelernte Fachkraft für Lagerlogistik, hat im Call-Center gearbeitet. Die Arbeit im Kapselwerk sei abwechslungsreich, das Betriebsklima angenehm. Lars Wilke, 42 Jahre alt und gelernter Maurer, ist ebenfalls zufrieden: „Als Produktionsmitarbeiter wird man an unterschiedlichen Orten eingesetzt, lernt den gesamten Betrieb kennen.“

Eine Berufsausbildung haben auch die anderen neuen Mitarbeiter. Zu Nestlé vermittelt wurden sie durch die Arbeitsagentur. „Wir haben darauf geachtet, dass die Bewerber einen Beruf gelernt haben“, erklärt Elke Gronke, Teamleiterin beim Arbeitgeber-Service Westmecklenburg. Auch Erfahrung im Job und die Bereitschaft, in einem Vier-Schicht-System zu arbeiten, hätten bei der Auswahl der Kandidaten eine Rolle gespielt.

Bei der Umschulung zum Maschinenbediener im SAZ wurden die Kursteilnehmer mit der Kunststoff- und Metallverarbeitung vertraut gemacht, lernten am PC, paukten Englisch. „Es war der dritte Lehrgang, in dem wir neue Nestlé-Mitarbeiter für den Umgang mit automatisierten Maschinen ausgebildet haben“, sagt SAZ-Geschäftsführer Gerd Poloski. Mehr als 30 Frauen und Männer hätten so schon eine berufliche Perspektive bekommen.

Und der Bedarf an Personal bei einem der großen Arbeitgeber in Schwerin wird weiter steigen: Sechs Produktionslinien gibt es derzeit im Nestlé-Werk. Noch in diesem Jahr solle eine weitere Linie in Betrieb genommen werden, sagt Johanna Bahlke, Personalentwicklerin im Werk. Im kommenden Jahr werde dann die achte Linie ans Netz gehen. Rund 600 „Dolce Gusto“-Kapseln pro Minute werden nach Angaben von Bahlke aktuell im Werk produziert in rund einem Dutzend Geschmacksrichtungen für den Markt in Nord- und Osteuropa.

Natürlich haben auch die neuen Nestlé-Mitarbeiter ihre Favoriten unter den Kaffee-Kreationen. „Ich mag am liebsten den Chococino“, erzählt Brygida Piotraschke. Die 49-Jährige, gelernte Facharbeiterin für Plast- und Elastverarbeitung, wollte beruflich noch einmal durchstarten, Vollzeit arbeiten. Mit dem Job im Nestlé-Werk habe sie die richtige Entscheidung getroffen, sagt die Mutter von zwei Kindern. „Ich fühle mich wohl im jungen Team, arbeite am liebsten in der Qualitätskontrolle.“

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