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Sagenhafte Lewitz : Jetzt kommt der Räuber Röpke dran

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Raben Steinfeld beginnt und endet ein ganz besonderer Rundkurs

svz.de von
erstellt am 18.Jan.2017 | 12:00 Uhr

An die 70 Sagensteine hat der Kulturverein Sagenland Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren rund um den Schweriner See aufgestellt. Ein Jahr lang hat die SVZ die meisten dieser Sagen vorgestellt. Die Serie ist beendet, aber das Engagement der Vereinsmitglieder noch lange nicht. Auch für 2017 haben sich die Ehrenamtlichen um den Vorsitzenden Gottfried Holzmüller viel vorgenommen – und dabei auch den Räuber Röpke ins Visier genommen.

Im Raben Steinfelder Unterdorf steht er, still und starr. Sein Unwesen treibt Räuber Röpke nicht mehr. Er ist Geschichte – und genau die soll in dieser Region erzählt werden. An der ersten Station des Räuber-Röpke-Pfads stehen drei Erklärtafeln und eine große Räuber-Figur. „Hier geht es los“, sagt Gottfried Holzmüller. Egal ob mit dem Rad oder zu Fuß, 22 Kilometer lang ist der Rundkurs, an dem 25 Info- und Sagentafeln auch agrarhistorisches, naturkundliches und kulturelles Wissen über die durchwanderte Region vermitteln. Es dauert nicht lange, dann ist eines von drei grünen Klassenzimmern zu sehen. An einem alten Bauernhof in Raben Steinfeld gibt es Wissenswertes über Feld- und Vieharbeit. Durch den Raben Steinfelder Forst, durch die Lewitzdörfer Plate und Peckatel mit ihren Büdnerhäusern. Begleitet von Sagen mit Riesen, Drachen, Teufeln und der wilden Frau Waur geht es durch das Gutsdorf Zietlitz, der Crivitzer Stadtwald und Gädebehner Forst. „Wir gestalten diesen Pfad in Kooperation mit den Forstämtern Friedrichsmoor und Gädebehn“, sagt Gottfried Holzmüller. Auch die Gemeinden, durch die der Pfad führt, und das Ingenieurbüro Reincke seien beteiligt.

Durch die stark von der letzten Eiszeit geprägten Landschaftsausgangs der Stahlberge in der Gemarkung Pinnow folgen die unter Naturschutz stehenden Petersberger Trockenrasen und Heidegesellschaften. Vorbei an der Godener Wassermühle und über den Ort Godern entlang des Pinnower Sees endet der Rundkurs wieder in Raben Steinfeld. „Dort widmen wir uns noch zwei historischen Ereignissen“, weiß Holzmüller. „Der Befreiung der Häftlinge des Todesmarsches der KZ Sachsenhausen und Ravensbrück und dem etwa zeitgleichen Zusammentreffen von Kampftruppen der sowjetischen und der amerikanischen Armee am 2. Mai 1945 am Störübergang in Mueß.“

Damit der Räuber-Röpke-Pfad für jugendliche Besucher interessant wird, sollen auch zeitgemäße Spielformen wie Geocaching, QR-Codes oder QuizApps installiert werden.

Es gibt eine Vernetzung des Pfades mit dem Projekt „Sagenhafte Lewitz“ und dem Naturpark „Sternberger Seenland“. Finanzielle Unterstützung gibt es aus dem europäischen Hilfsprogramm Leader. „Die Gemeinde Pinnow mit Bürgermeister Andreas Zapf ist federführender Projektträger“, freut sich Holzmüller, dass der südliche Bereich des Schweriner Sees weiter touristisch erschlossen wird. Für den Nordbereich gibt es auch ein Projekt. Dort soll ein „Niklotpfad“ die Region erlebbar machen.

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