Bio-Abfall : Jetzt gibts neue Bio-Tonnen für alle

Jede Menge neue Abfallbehälter: Torsten Schulz und Martin Schulze (r.) bereiten die Verteilung der Bio-Tonnen vor, mit der die SAS in der kommenden Woche beginnt.
Jede Menge neue Abfallbehälter: Torsten Schulz und Martin Schulze (r.) bereiten die Verteilung der Bio-Tonnen vor, mit der die SAS in der kommenden Woche beginnt.

SAS künftig auch für die Abfuhr organischer Abfälle verantwortlich: Behälter werden bis zum Jahresende getauscht / Größe wählbar

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19. November 2014, 12:00 Uhr

Die braune Bio-Tonne hat ausgedient. Jetzt gibt es schwarze mit braunem Deckel. Der Austausch durch neuwertige Abfallbehälter für Essensreste, grünschnitt & Co. war Teil des Auftrages der Stadt, den die Straßenreinigungs- und Abfallentsorgungs GmbH (SAS) bekommen hat. „Wir tauschen rund 10 000 Behälter“, sagt Geschäftsführer Matthias Hartung. Begonnen wird damit am kommenden Dienstag in der Gartenstadt, am 18. Dezember soll in der Ziolkowskistraße die letzte neue Tonne aufgestellt werden. Auch wenn die SAS erst vom 1. Januar an für die Abfuhr zuständig ist, können die neuen Tonnen doch schon benutzt werden. Heck Humus wird beide entleeren und mit seiner letzten Tour auch die braunen Tonnen einsammeln.

Das Interesse der Schweriner ist groß, bestätigt Matthias Hartung. Allein in der vergangenen Woche habe es 700 Anrufe unter Telefon 57700 gegeben. Es habe Neuanmeldungen – allein 80 in einer Woche – für eine Bio-Tonne ebenso gegeben wie Wünsche nach der Vergrößerung von 120 auf 240 Liter. Hintergrund: 96 Prozent der Schweriner Haushalte haben Zugang zu einer Bio-Tonne. Am 14-tägigen Entsorgungs-Rhythmus lässt sich nichts verändern. Der war ebenfalls Teil der Ausschreibung durch die Stadt. Auch künftig ließe sich eine kleine gegen eine größere Tonne tauschen und umgekehrt, betont der Geschäftsführer. „Je eher uns das gemeldet wird, desto unproblematischer wird das allerdings für uns“, sagt Hartung. Lediglich für die Wohnhäuser, die in der kommenden Woche beliefert werden, sei aus organisatorischen Gründen eine Änderung nicht mehr zu berücksichtigen. „Das holen wir aber später nach“, verspricht der SAS-Chef. Die Tonnengröße wirkt sich für den Schweriner im Übrigen nicht auf die Kosten aus.

Auf die neuen Bio-Tonnen kommen sichtbare Aufkleber, die anhand von Bildern zeigen, was tatsächlich in diesen Behälter gehört und was besser in den Hausmüll sollte. Das Problem ist aber eher umgekehrt: Momentan landen viel zu viele Bio-Abfälle im Hausmüll. Das hatte eine stichprobenartige Untersuchung in mehreren Stadtteilen ergeben (SVZ berichte). „Wir appellieren an die Schweriner, künftig noch gründlicher zu trennen“, sagt Matthias Hartung. Denn der Schweriner Bio-Abfall soll ja die neu gebaute Biogas-Anlage in den Göhrener Tannen füllen. Die Testphase laufe dort bereits hervorragend, berichtet der Geschäftsführer. „Wir produzieren schon Gas, aber noch nicht so effizient wie gewollt. Dafür braucht der Bio-Abfall eine bestimmte Dichte.“

Entsorgt werden natürlich auch weiter ordnungsgemäß abgestellte Bio-Säcke, die es bei der SAS gibt. Kleingartenvereine könnten sich zudem in den Hochphasen melden, um speziell für Laub und größere Mengen Grünschnitt einen Container anzufordern.

Auf Wunsch der Stadt werden die Bio-Tonnen im Übrigen alle mit einem elektronischen Chip ausgestattet, der die Entleerungen zählt. Die Daten sind aber nur zur internen Verwendung gedacht. Damit rechnet die SAS bei der Stadt die Entsorgungsmenge ab. Zum Vergleich: Für die Abfuhr des Hausmülls zahlt die Stadt pauschal. Wer allerdings seine Bio-Tonne nur alle vier Wochen rausstellt, spart damit nicht etwa Geld. Die Entsorgung alle zwei Wochen ist von der Stadt vorgegeben. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist das anders.

Für die Einsammlung der Bioabfälle hat die SAS zwei neue Fahrzeuge angeschafft. Die modernen Dreiachser haben eine so genannte Rotopress – etwa so wie beim drehenden Betonmischer auf dem Auflieger einer Zugmaschine. Eine halbe Million Euro hat die SAS in den neuen Auftrag investiert, sechs zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

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