Marienplatz Schwerin : Jetzt geht das Pflastern richtig los

<strong>Reinhard Henning</strong> ist täglich auf dem Marienplatz unterwegs und überzeugt sich persönlich vom Fortgang der Sanierung. <foto>Gert Steinhagen</foto>
Reinhard Henning ist täglich auf dem Marienplatz unterwegs und überzeugt sich persönlich vom Fortgang der Sanierung. Gert Steinhagen

Die Marienplatz-Baustelle bleibt spannend - für die Bauleute. Ihr Sorgenkind sind immer noch die Pflastersteine aus China. Welche Steine am 4. August ankommen, ist bekannt, welche am 14. August, noch nicht.

svz.de von
30. Juli 2012, 06:46 Uhr

Altstadt | Die Marienplatz-Baustelle bleibt spannend - für die Bauleute. Ihr Sorgenkind sind immer noch die Pflastersteine aus China. "Wir wissen, welche Steine am 4. August ankommen", sagt Baustellenkoordinator Reinhard Henning. "Was wir am 14. August bekommen, wissen wir aber noch nicht." Die Folge: Die beteiligten Baufirmen müssen immer wieder kurzfristig abstimmen, welche Arbeiten in welchem Bereich gemacht werden können. "Unternehmen und auch die Handwerker ziehen da ganz toll mit", sagt Henning. "Wenn erforderlich, wird etwas vorgezogen, wenn anderes noch nicht angepackt werden kann." Dadurch gehen die Arbeiten trotz allem zügig voran. "Unser Termin steht: Die Busse fahren am dem 10. September wieder von der Goethe- in die Wismarsche Straße", sagt der Koordinator. "Das erfordert noch erhebliche Anstrengungen. Aber zum Altstadtfest müssen die Busse aus der Mecklenburgstraße raus."

Inzwischen sind auch die Vorbereitungen für die weiteren Pflasterarbeiten weit gediehen. Vor der Sparkasse und in die Schlossstraße hinein ist bereits wasserdurchlässiger Asphalt eingebaut worden. In der Mitte des Platzes, im Dreieck zwischen den Straßenbahngleisen in die Wismarsche Straße und vom Wittenburger Berg kommend, ist die Unterschicht auch eingebaut. "Hier werden wir morgen mit den Pflasterarbeiten beginnen", so Reinhard Henning. Deshalb wurde auch die Ablaufrinne für das Wasserspiel bereits in der vergangenen Woche eingebaut und die Borde für die Baumscheiben sind ebenfalls gesetzt.

Demnächst geht es mit der Fertigstellung der Fußwege auf der Ostseite des Marienplatzes voran. "Hier verlegen wir, im Gegensatz zu den gepflasterten Fahrbahnen, helle Betonplatten, die mit einem breiten Granitbord abgegrenzt werden." Einen Eindruck können die Passanten bereits vor den Schweriner Höfen gewinnen. Hier ist der Fußweg schon fertig. Geht es vor der Sparkasse los, müssen sich die Passanten erneut auf eine neue Wegeführung einstellen. "Das haben wir ja schon öfter machen müssen", sagt der Koordinator. "Bisher hat das noch keine großen Probleme gegeben."

Trotz aller Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit den unkontrollierbaren Pflasterlieferungen aus China immer wieder entstehen, ist Reinhard Henning sehr zuversichtlich, dass der Marienplatz zum Ende des Jahres wie geplant fertig wird. "Die Arbeiten mussten noch nicht ein einziges Mal an irgend einer Stelle eingestellt werden. Die Firmen sind sehr flexibel."

Ein zusätzliches Problem kommt aber am 2. September auf die Unternehmen zu. Dann ist rund um den Marienplatz verkaufsoffener Sonntag. Die Händler, und auch die Bauleute, erwarten einen entsprechend dichten Publikumsverkehr. "Wir werden unser Bestes geben, um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten", verspricht Reinhard Henning. "Sollte es aber trotzdem mal nicht so zügig voran gehen, bitten wir um Verständnis."

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