Wassersport in Schwerin : Jetskis sollen auf den Außensee

Stein des Anstoßes: Viele Schweriner sehen Jetski auf den Seen kritisch.
Stein des Anstoßes: Viele Schweriner sehen Jetski auf den Seen kritisch.

Stadtvertretung beschließt Erhöhung des Kontrolldrucks auf Raser und Gespräche mit dem Umland zur Ausweisung einer Rennstrecke.

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21. November 2017, 20:45 Uhr

Es war das erwartet heiß umstrittene Thema auf der Stadtvertretersitzung am Montagabend: Wie soll künftig mit den Jetskis und Powerbooten auf den Schweriner Seen umgegangen werden? Die Fraktion der Unabhängigen Bürger hatte dazu einen Beschlussvorschlag eingereicht, der einerseits die Erhöhung des Kontrolldrucks auf Raser vorsieht, andererseits Möglichkeiten für schnelles Fahren auf dem Schweriner Außensee schaffen soll.

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„Der Ältestenrat hat die getrennte Abstimmung der einzelnen Punkte empfohlen und so werden wir auch verfahren“, sagte Stadtpräsident Stephan Nolte. Das war sinnvoll, denn einig waren sich die Kommunalpolitiker darin, dass die Wasserschutzpolizei die illegale Raserei durch erhöhten Kontrolldruck unterbinden soll. Streit entzündete sich aber um die Frage: Sollen Jetskis generell auf den Schweriner See verboten werden oder nicht. Sebastian Heine (SPD) sagte, dass es sich um eine kleine Minderheit von wenigen Personen handele, die mit ihrer Raserei viele Erholungssuchende belästigen oder gar gefährden. Er wandte sich deshalb gegen jegliche Rennstrecken.

Ähnlich äußerte sich Cornelia Nagel von den Bündnisgrünen: „Wir wollen nichts verbieten, fordern aber die Einhaltung der Regeln. Daran haben sich die Jetskifahrer in der Vergangenheit aber nicht gehalten. Auch eine Rennstrecke wird daran nichts ändern.“ Georg Kleinfeld von der CDU hielt dagegen: „Wir sollten Pluralität akzeptieren.“ Es handele sich nicht um einige wenige Wassersportler, sondern um einen Verein, der Rechte habe. Gerd Böttger von den Linken betonte, dass Verbote allein nicht helfen und ein Prüfauftrag noch lange keine Genehmigung bedeute, aber durchaus hilfreich sei. Außerdem sei die Verlagerung auf den Außensee ein Vorschlag der Wasserschutzpolizei. Es folgten weitere Stellungnahmen pro und kontra, was sich denn auch im Abstimmungsergebnis widerspiegelte. Mit 21 gegen 17 Stimmen wurde der Oberbürgermeister beauftragt, gemeinsam mit den angrenzenden Landkreisen zu prüfen, wo eine legale Möglichkeit für das Befahren mit Jetskis geschaffen werden kann.

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