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Schweriner Lehrerin : „Jeder Schüler liegt mir am Herzen“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Birgit Kamke organisiert am Mecklenburgischen Förderzentrum die Berufsfrühorientierung – und bekam für ihren Einsatz jetzt einen Preis

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Sie ist Ansprechpartnerin, Wegbegleiterin und Ratgeberin: Birgit Kamke. Am Mecklenburgischen Förderzentrum für Körperbehinderte in Lankow kümmert sich die 59-jährige Lehrerin und Schulkoordinatorin neben vielen anderen Aufgaben auch um die berufliche Frühorientierung. Für ihr besonderes Engagement wurde Kamke gerade erst ausgezeichnet – mit einem Pokal und einer Urkunde der Initiative „Durchstarten in MV“.

„Die Berufsorientierung ist mein Baby“, sagt Birgit Kamke. Nach der Wende 1989 habe sie sich gleichsam über Nacht der neuen Herausforderung gestellt – und sei am Thema drangeblieben. „Unsere Schüler müssen doch wissen, wie es nach der Schule für sie weitergeht“, so die Lehrerin, die in all den Jahren ein großes Netzwerk mit Partnern aufgebaut hat, von der Arbeitsagentur, der IHK und der Handwerkskammer bis
zu regionalen Ausbildungsbetrieben und Bildungsträgern.

Mehr als 200 Schüler mit unterschiedlichen Handicaps besuchen derzeit des Mecklenburgische Förderzentrum, werden von der ersten bis zur zehnten Klasse unterrichtet. Bereits in der siebten Klasse beginnt die Berufsfrühorientierung, sehen sich die Schüler in Unternehmen und Berufsschulen um. In der achten und neunten Klasse gibt es dann mehrwöchige Betriebspraktika. Projekttage, Bewerbungstrainings und weitere Angebote runden die Vorbereitung auf den ersten Schritt ins Berufsleben ab.

„Jeder Schüler liegt mir am Herzen“, sagt Birgit Kamke. Und so hilft sie dabei, für jeden Absolventen die richtige Lösung zu finden, ob betriebliche Ausbildung, Berufsvorbereitungsjahr, Behinderten-Werkstatt oder auch weiterführende Schule. „Ich begleite die Jugendlichen auch zur Arbeitsagentur“, sagt die Lehrerin. Jeder solle seine Chance bekommen. Dabei lebt Kamke selbst vor, was man mit einer körperlichen Beeinträchtigung leisten kann.

„Birgit Kamke setzt sich in besonderer Weise für die berufliche Integration der Schüler ein. Sie motiviert und fordert gleichzeitig. Ihre Arbeit verdient hohe Anerkennung. Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft ist eine Mammutaufgabe.“ So würdigte Wirtschaftsminister Harry Glawe die Arbeit der Lehrerin. Zusammen mit dem Schweriner IHK-Präsidenten Hans Thon überreichte er den Preis von „Durchstarten in MV“.

Tatsächlich stehen hinter der Kampagne das Ministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes. Gemeinsam werben sie bei Jugendlichen für einen Karrierestart in Mecklenburg-Vorpommern. Neben Birgit Kamke wurden auch Andreas Heiden von der Firma Schoeller Allibert in Schwerin und Günter Siemes von Menck Fenster in Wittenförden für ihren Einsatz bei der Berufsorientierung junger Leute geehrt.

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