Stralendorf : Jeder Fünfte wählt per Brief

Die Briefwahl-Urne für den Amtsbereich Stralendorf steht im Bürgerbüro. Die ersten Stimmzettel sind schon drin, berichten Roswitha Lähning und Andreas Schumann.
Die Briefwahl-Urne für den Amtsbereich Stralendorf steht im Bürgerbüro. Die ersten Stimmzettel sind schon drin, berichten Roswitha Lähning und Andreas Schumann.

Im Bürgerbüro des Amtes Stralendorf landen schon jetzt viele Stimmzettel in der Wahlurne

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19. September 2017, 21:00 Uhr

Die große Urne für den Briefwahlbezirk im gesamten Amt Stralendorf war gerade im Bürgerbüro aufgestellt, da kam schon der erste Stimmzettel rein. „Ein Bürger war gerade wegen einer anderen Angelegenheit da und fragte, ob er gleich wählen könne“, erzählt Gemeindewahlleiterin Roswitha Lähning. Und da die Urne schon versiegelt und alle Unterlagen in Ordnung waren, durfte der Mann. Er freute sich, das „gleich erledigt zu haben“. Jeden Tag kommen jetzt weitere Stimmen hinzu. Denn immer mehr Wahlberechtigte nutzen die Briefwahl. Und das geht eben auch, ohne diese extra zu beantragen. „Wer mit Wahlbenachrichtigungskarte und Ausweis zu uns ins Bürgerbüro kommt, kann das Briefwahllokal ebenfalls nutzen“, erläutert Andreas Schumann, der stellvertretende Gemeindewahlleiter. So wie in Stralendorf ist es generell in Städten bzw. Amtsbereichen für die dort gemeldeten Einwohner geregelt. „Viele entschuldigen sich, erzählen, dass sie am Wahltag etwas vorhaben“, berichtet Roswitha Lähning. Doch das sei gar nicht nötig: Jeder kann die Briefwahl nutzen. „Wir sind froh, dass die Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen“, fügt die Verwaltungsangestellte hinzu. Bis Freitag, 22. September, 18 Uhr ist die Stimmabgabe in Stralendorf zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros möglich.

Weiterhin beliebt ist zudem der schriftliche Antrag auf die Briefwahlunterlagen. 1140-mal ist das bislang im Amt Stralendorf geschehen. Bei 9731 Wahlberechtigten in den neun Gemeinden bereits ein hoher Anteil. Und da ja noch die Direktwähler im Bürgerbüro hinzukommen, erwarten Lähning und Schumann für den 24. September einen neuen Rekord an Briefwahlstimmen im Amtsbereich Stralendorf. „20 Prozent werden es wohl werden“, schätzt Roswitha Lähning. Die Zülowerin selbst gibt ihre Stimme aber in der Heimatgemeinde ab. „Ich lasse mich am Wahltag in jedem der elf Wahllokale sehen. In Zülow gebe ich dann meine Stimme ab.“ Andreas Schumann wählt hingegen per Brief. Er ist Schweriner und am Wahltag ja an seinem Arbeitsort im Einsatz.

An die Bürger, die die Briefwahl beantragt haben, hat Roswitha Lähning eine große Bitte: Wer die Stimmzettel auf dem Postweg zurücksendet, sollte sie ein paar Tage zuvor abschicken. Möglich ist auch, die Unterlagen in den Briefkasten am Amt zu stecken. Der wird am 24. September um 18 Uhr letztmalig geleert. „Was später bei uns ankommt, kann nicht mehr mitgezählt werden“, betont die Wahlleiterin. Das gab es übrigens bei der Landtagswahl im vorigen Jahr: 65 der zuvor beantragten Briefwahlunterlagen kamen gar nicht oder zu spät zurück.

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