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Junge Unternehmen in Schwerin : Jeden Tag neue Kollegen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Martina Tietze und René Stopka haben sich mit „Coworking Schwerin“ selbstständig gemacht

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Den eigenen Traum verwirklichen – und damit Geld verdienen. Diesen Wunsch haben viele Schweriner. Aber in die Selbstständigkeit trauen sich nur wenige, schließlich ist dieser Schritt mit viel Verantwortung und Risiko verbunden. In der Landeshauptstadt gibt es dennoch einige junge Unternehmer, die ihren Traum in die Tat umsetzen möchten. Heute erzählen Martina Tietze und René Stopka von ihren Erfahrungen mit der Selbstständigkeit und ihrem Unternehmen „Coworking Schwerin“.

In einem Büro im Schweriner Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) sitzt Michaela Binar am Schreibtisch und arbeitet. Jeden Tag könnte die Grafikdesignerin neue Kollegen bekommen, denn sie hat einen Arbeitsplatz von Martina Tietze und René Stopka gemietet. Die beiden Schweriner betreiben gemeinsam das Unternehmen „Coworking Schwerin“.

Seit März 2014 vermieten sie acht Arbeitsplätze und ein Einzelbüro an andere Selbstständige oder Freiberufler. „Bei uns sind alle richtig, die einen Büroarbeitsplatz brauchen – vom Architekt bis zum Buchhalter“, erklärt die gelernte Medienfachwirtin Tietze. „Es ist alles da: Telefon, Internet, ein Schreibtisch, Drucker, Kopierer und Kaffee, nur der Computer muss mitgebracht werden.“ Das Besondere am „Coworking“: Der Arbeitsplatz kann tage-, wochen- oder monatsweise gemietet werden je nach Bedarf und bietet den Freiberuflern und Selbstständigen so mehr Flexibilität als eigene Räume.

Die Idee entstand aus dem ersten Unternehmen der beiden. „Wir haben beide in unserem jeweiligen Zuhause gearbeitet“, erzählt der 33-Jährige. Durch einen Zufall habe sie in einer Zeitschrift vom Coworking gelesen und war begeistert. Mit ihrer Idee überzeugten sie die Verantwortlichen des TGZ und durften Büroräume mieten, die sonst nur an Technologieunternehmen gehen.

Den Schritt in die Selbstständigkeit haben die beiden nie bereut. „Natürlich müssen wir kämpfen und viel Freizeit einbüßen“, so Stopka. „Aber dafür bekommen wir eine ganz eigene Freiheit.“ Seine Kollegin ergänzt: „Man empfindet schon Stolz und eine gewisse Genugtuung, dass man das alles gewuppt bekommt.“

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