Gift-Unkraut : Jakobskreuzkraut plagt Schweriner

Gadebuscher Straße: Hier wuchert das Unkraut fröhlich vor sich hin.  Fotos: Reinhard Klawitter (3)
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Gadebuscher Straße: Hier wuchert das Unkraut fröhlich vor sich hin. Fotos: Reinhard Klawitter (3)

Das Unkraut breitet sich immer weiter in der Landeshauptstadt aus und besiedelt Straßenränder, Gärten und Friedhöfe

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01. August 2015, 08:00 Uhr

Gelbe Blüten, ein grüner Stängel. Es ist hübsch anzusehen – das Jakobskreuzkraut. Auch unter dem lateinischen Namen „Senecio jacobaea“ bekannt. Doch was so schön blüht, ist für viele Schweriner eine reine Plage. Das Unkraut vermehrt sich in der Landeshauptstadt immer weiter. „Mein halber Gemüsegarten war im Nu zugewuchert. Ich habe alle lästigen Pflanzen rausgerissen, aber meine Nachbarn haben bisher nichts unternommen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch wieder in meinem Garten das Kraut wächst“, erzählt eine Schwerinerin ärgerlich. Und sie ist nur eine von vielen Landeshauptstädtern, die uns am „Heißen Draht“ erreicht hat und von der Jakobskreuzkrautplage berichtete.

Das Unkraut gedeiht nicht nur in den Gärten, es sprießt auch auf Schwerins Friedhöfen und an den Straßenrändern, wie in der Gadebuscher Straße. Hier wurde das lästige Kraut in den vergangenen Tagen im Auftrage der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) gemäht.

Doch hilft dies nur kurzfristig: „Wir müssen alle zusammenarbeiten. Jeder, der einen Halm des Unkrauts sieht, sollte ihn herausreißen“, schlägt die Schwerinerin vor. Und sie hat Recht. „Die beste Methode, das Jakobskreuzkraut los zu werden, ist es mit der Wurzel zu entfernen“, erklärt Katja Burmeister von der Naturschutzstation Zippendorf. Gerade für Pferde und Schafe wäre das Kraut gefährlich. „Für Pferde kann es tödlich enden. Selbst getrocknet im Heu ist es sehr giftig für die Tiere“, mahnt Burmeister. Man müsse die Pflanze entweder abmähen oder eben herausreißen. „Auf großen Flächen ist es gar nicht machbar, jede Pflanze mit der Hand rauszureißen. Hier muss man mähen – aber bevor das Kraut blüht und die nächsten Samen ausstreuen kann“, erklärt die Naturschützerin.

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