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Wildschweine in Schwerin : Jäger haben Wildtiere im Griff

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wildschweine verursachen in diesem Winter in Schweriner Gärten kaum Schäden: Wer ihnen begegnet, sollte ausweichen

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 14:00 Uhr

Der bislang milde Winter mit wenig Schnee bietet den Wildtieren in und rund um Schwerin genügend Nahrung außerhalb der Biotonnen und Kleingartenanlagen der Menschen. Beschwerden über wühlende Wildschweine oder Rehe im Garten erreichen die Untere Jagdbehörde kaum. „Hier ist es zurzeit sehr ruhig, es gibt keine bedrohliche Lage“, sagt Stadtjägermeister Hans Hovemann. Lediglich einen kranken Fuchs habe er vor einigen Tagen suchen und schließlich am Eingang des Alten Friedhofs erschießen müssen. Insgesamt eine halbe Million dieser rothaarigen Raubtiere werden pro Jahr in Deutschland zur Strecke gebracht, berichtet Hovemann weiter. Eine enorme Zahl, aber völlig in Ordnung, findet der Stadtjägermeister. „Unser heimisches Wild hat seit mehr als 100 Jahren keine natürlichen Feinde mehr“, betont Hovemann. Die Jäger müssten die Zahl der Tiere deshalb im verträglichen Bereich halten. In Schwerin funktioniere das Prinzip perfekt. Deshalb gäbe es hier auch keine Berliner Verhältnisse. In der Bundeshauptstadt leben nach Schätzungen des Wildtierbeauftragten des Senats, Derk Ehlert, zur Zeit etwa 3000 bis 5000 Wildschweine. In Schwerin schätzt Hans Hovemann die aktuelle Anzahl der borstigen Allesfresser auf weniger als 50. „Die genauen Daten bekommen wir aber erst bei der nächsten Wildbestandsermittlung im Frühjahr“, so Hovemann. Die Jagdpächter liefern bis zum 10. April die aktuellen Zahlen an Reh- und Schwarzwild.

Orte, an denen Wildschweine zum Problem werden, gäbe es in Schwerin derzeit nicht. „In Krebsförden haben wir einiges Schwarzwild, das aber diszipliniert bejagt wird“, so Hovemann. In der neuen Siedlung an der Möwenburgstraße und von einem Gartenverein in Schelfwerder gab es kurzfristig einige Beschwerden. „Wir haben dort eine Begehung gemacht und die Bejagung im Schelfwerder verstärkt“, erläutert der Stadtjägermeister. Auch an seinem Wohnort, auf der Krösnitz, sichtet er manchmal vier bis fünf Wildschweine. „Die gehen aber nicht in die Gärten, sondern pflügen das Ödland durch und tun so quasi etwas Gutes.“

Da Wildschweine fast alles fressen, was ihr Rüssel erschnüffelt – Fallobst, Gartenabfälle, Aas, Würmer –, machen sie gerne an Komposthaufen Station. Die sollten deshalb gesichert werden. Auch ein stabiler Gartenzaun schützt vor wilden Eindringlingen – um auch Rehe fern zu halten, sollte er mindestens 1,80 Meter hoch sein, empfiehlt das Schweriner Ordnungsamt. Übrigens: Wer Haustierfutter draußen stehen lässt, könnte damit Füchse anlocken.

 

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