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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. September 2017 | 20:31 Uhr

Stralendorf : Ja zum Sonnenstrom, Nein zur Windkraft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stralendorfer nehmen eine neue Photovoltaikanlage auf der alten Deponie in Augenschein.

svz.de von
erstellt am 21.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Auf der alten Hausmülldeponie am Rande von Stralendorf wird jetzt Strom für knapp 800 Haushalte erzeugt – Sonnenstrom. Die Gesellschaft für erneuerbare Energien Schwerin, eine Tochterfirma der Stadtwerke, ließ während der noch nicht ganz abgeschlossenen Rekultivierung mehr als 10 000 Solarmodule aufstellen. Diese nehmen rund 3,5 Hektar des 18 Hektar umfassenden Deponieareals ein. „Die Module sind fest installiert, nach Osten und Süden ausgerichtet“, erzählt Prokurist Volker Hachmann einer Gruppe interessierter Bürger aus Stralendorf. So wird die Sonnenkraft bestens genutzt. Der in den Modulen erzeugte Gleichstrom wird sofort in Wechselstrom umgewandelt und ins Mittelspannungsnetz der Wemag eingespeist. Rund 2,3 Millionen Euro hat die Gesellschaft für erneuerbare Energien in diese Photovoltaikanlage investiert. „In 12, 13 Jahren hat sie sich amortisiert“, schätzt Hachmann. Und noch einige Jahr länger bekommt die Gesellschaft den im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) festgelegten Strompreis. „Es ist aber auch die letzte Photovoltaikanlage, die wir über EEG gebaut haben“, betont Hachmann. Die Absenkung der Förderung lässt grüßen.

Da die Verschlechterung der Förderbedingungen bekannt war, drückte die Gesellschaft bei Planung und Bau aufs Tempo. Noch im vorigen Jahr gingen die ersten Module ans Netz. Möglich war das nur, weil die Gemeindevertretung Stralendorf voll mitzog und das Vorhaben der Stadt Schwerin und ihrer Firma nach Kräften unterstützte. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow bedankte sich dafür und lobte das gute Beispiel für die Zusammenarbeit im Stadt-Umland-Raum „Nun wollten wir aber auch sehen, was daraus geworden ist“, betont der Stralendorfer Bürgermeister Helmut Richter. Er hatte Gemeindevertreter und interessierte Bürger zur Besichtigung der Photovoltaikanlage eingeladen. „So nah kommen wir doch sonst gar nicht an die Solaranlage ran“, sagt Anett Steller. „Das ist total spannend. Ich hätte gedacht, es kommen mehr Interessierte.“ Insgesamt war sich das Dutzend Besucher einig, dass die Solaranlage auf der alten Deponie eine gute Sache ist.

Wenig Freude kommt hingegen auf, wenn von Windkraftanlagen die Rede ist . „Es gibt zwar weder ein konkretes Projekt noch Planungen, dennoch werden einige Grundstückseigentümer von potenziellen Investoren angesprochen“, berichtet Bürgermeister Richter. Das sorgt in Stralendorf für erhebliche Unruhe. Denn die Masse der Einwohner will keine Windräder am Dorfrand.

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