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Schweriner Sammelleidenschaften : Ja, ist denn schon Weihnachten?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Krippen von Elke Genzmer-Rehberg schmücken in der Adventszeit das Haus

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Oft muss man erst etwas Altes gehen lassen, bevor etwas Neues entstehen kann. Diese Lebensweisheit trifft auch auf die Sammelleidenschaft von Elke Genzmer-Rehberg zu. „Als die Kinder klein waren, besaß ich ein Transparent der Malerin Paula Jordan“, erinnert sie sich. „Das ist leider kaputt gegangen.“ Also musste etwas Neues her – die Idee einer Krippensammlung entstand. Für die SVZ-Serie „Schweriner Sammelleidenschaften“ zeigt sie ihre Schätze.

Anfang der 1970er Jahre entdeckte die 78-Jährige auf einer Reise in Belgien die erste Krippe. Seitdem sind zahlreiche Maria-, Josef- und Jesusfiguren mit Tieren, Königen und Engeln dazu gekommen – aus den unterschiedlichsten Ländern. „Auf Reisen sieht man so viele unterschiedliche Souvenirs und Mitbringsel, die Krippen sind einfach etwas Besonderes“, so die Seniorin, die gemeinsam mit ihrem Mann viel gereist ist, als die Kinder ausgezogen sind.

Zwischen 70 und 100 Krippen hat die Wahl-Schwerinerin mittlerweile gesammelt – von einer ganz kleinen in einer Walnuss bis zu großen Figuren aus Mexiko. „Diese Krippe aus dem nordamerikanischen Land ist nicht nur meine Größte, sondern auch meine Liebste“, sagt sie. Auch eine Krippe von 1936 ist dabei – ein Erbstück ihrer Mutter. Ihrem Mann haben es besonders die afrikanischen Figuren aus Simbabwe angetan. „Die Gesichter sind sehr ausdrucksstark“, so Ludwig Rehberg. „Unsere vier Kinder haben ebenfalls eine Krippe aus Afrika bekommen.“

Maria und Josef sitzen auch mal in einem Boot.
Maria und Josef sitzen auch mal in einem Boot.
 

Holz, Papier, Ton – das Material der Krippen ist unterschiedlich, ebenso wie die Farben, Kleider der Figuren und Tiere. „Jedes Land interpretiert die Hintergrundgeschichte und auch die Krippe auf seine Art und Weise“, erklärt Elke Genzmer-Rehberg. „Das begeistert mich so an meiner Sammlung.“ Maria und Josef aus Dänemark tragen typische Trachten des skandinavischen Landes, die Tiere der peruanischen Krippe werden von einem Meerschweinchen begleitet, bei anderen Krippen kann man einen Fisch und ein Lama entdecken. Eine Krippe aus Deutschland ist ganz in Silber gehalten und mit viel Glitzer verziert. Und Maria und Josef sitzen nicht immer nur im Stall, nein ein Boot ist ebenso dabei.

Jetzt im Frühling liegen die Figuren in Kartons und warten gut verpackt auf den Winter. „Zur Adventszeit stelle ich alle auf“, erzählt die Sammlerin. Dann kommt auch die Seiffen-Krippe wieder hervor. „Mit den Holzfiguren kann man spielen, sie erzählen die gesamte Geschichte bis zum Bethlehem-Mord.“ Damit haben schon die vier Enkelkinder des Ehepaares gespielt.

Mittlerweile ist Elke Genzmer-Rehberg nicht mehr so oft auf Reisen, aber wenn, dann hält sie weiterhin Ausschau nach Krippen. „In Krakau haben wir gezielt gestöbert und sind fündig geworden“, sagt sie. „Jetzt kaufe ich nur noch, wenn ich etwas ganz besonderes sehe.“ Ab und zu bekommt sie eine Krippe von ihrer Freundin, die die gleiche Sammelleidenschaft hegt. „Wir bringen uns gerne gegenseitig eine mit.“

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