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Neu am Schweriner Markt : Italienisch genießen in Krambuden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Säulengebäude am Markt wird umgebaut und soll noch in diesem Monat als Restaurant und Bistro wieder geöffnet werden

Das Classic Café Röntgen gibt es in Schwerin nicht mehr. Das Unternehmen hat sich aus dem Geschäft im Säulengebäude am Markt zurückgezogen. Seit Monaten ist das Haus geschlossen. „Grund ist eine Konzentration der Classic Conditorei & Café Röntgen auf das Kerngeschäft von touristischen Cafés entlang der Ostsee und die damit verbundene Eröffnung des neuen ,Kaffeehaus Röntgen Patisserie’ im Juni 2016 in Helsinki“, sagt Frank Röntgen. Doch es tut sich was am Schweriner Markt. Röntgen hat das Säulengebäude untervermietet.

Derzeit wird noch umgebaut, Mitte des Monats wird in dem historischen Haus das „Johanns“ eröffnet. Betrieben wird es von Felix Thiel, einem in Schwerin nicht unbekannten Restaurantfachmann, gemeinsam mit einem Partner. Die beiden haben intensiv an einem Konzept gearbeitet, um eine Angebotslücke am Markt füllen zu können.

Drei Bereiche sind geplant: eine Außengastronomie, ein Bistro im Untergeschoss und ein Restaurant im Obergeschoss. Das Angebot soll eine italienisch-mediterrane Ausrichtung haben – mit Eis und Kuchen von einem „richtigen“ Italiener. Gekocht wird mit frischen Zutaten, die Karte wird nicht besonders umfangreich sein, die Preise sollen sich im gehobenen mittleren Segment bewegen. Geöffnet sein wird zunächst von 8.30 bis 22 Uhr an sieben Tagen in der Woche. Die beiden „Johanns“-Betreiber können sich vorstellen, den Markt zu beleben. Zwei bis drei Veranstaltungen pro Jahr, gemeinsam mit den anderen Gastronomiebetrieben am Platz, schweben ihnen vor. Classic-Conditorei-Inhaber Frank Röntgen will die Startphase des neuen Betriebes unterstützen. „Die Schweriner können gespannt sein auf ein attraktives und zeitgerechtes gastronomisches Konzept im Säulengebäude“, kündigt er an.

Das heute Säulengebäude genannte Haus wurde 1783 bis 1785 nach Plänen von Johann Joachim Busch, der unter anderem auch für das Neustädtische Palais verantwortlich zeichnete, als Krambudengebäude errichtet. Unten waren Marktstände untergebracht, oben war Lagerraum. In den 1970er- und 80er-Jahren war im Haus am Markt die ständige Ausstellung „Schwerin gestern – heute – morgen“ zu sehen. Von 1975 an wurde der Gewölbekeller für Brigadefeste und Hochzeitsfeiern genutzt. Heute sind dort Kühl- und Lagerräume eingerichtet. Seit 1995 gibt es ein Café im Säulengebäude, das auch Neues Gebäude heißt.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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