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Ehemalige Lungenklinik in Lankow : Investoren kurz vor Sanierungsende

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Matthias Winkler, Dr. Hans-Jürgen Radtke und Andreas Mägerlein haben sich bewusst für etwas Großes entschieden, als sie die ehemalige Lungenklinik am Lankower See erworben haben.

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2013 | 06:57 Uhr

Lankow | Auf der grünen Wiese neu zu bauen, ist nicht vergleichbar mit der aufwändigen Sanierung einer alten Immobilie. Die Projektentwickler und Investoren Matthias Winkler, Dr. Hans-Jürgen Radtke und Andreas Mägerlein von der RWM Projektentwicklungs GmbH & Co. KG haben sich bewusst für etwas Großes entschieden, als sie die ehemalige Lungenklinik am Lankower See erworben haben. Überzeugt habe sie vor allem die Lage des Einzeldenkmals: Eingebettet in eine 7000 Quadratmeter große Parkanlage bietet jede neu geschaffene Wohnung Seeblick.

Entsprechend groß war die Nachfrage der Käufer. Kompliziert war aber in Zeiten des deutschlandweiten Bau-Booms und steigender Nachfrage nach Immobilien passende Baufirmen zu finden. Den Investoren ist es gelungen. In diesem Monat wollen sie die einstige Baustelle Lungenklinik beenden. Die Zeichen stehen gut dafür: Der Rasen ist im Park ausgesät, die Wege angelegt, der neu gebaute Fahrstuhl abgenommen, in der vergangenen Woche sind die ersten beiden Wohnungen bezogen worden.

Insgesamt 18 Eigentumswohnungen zwischen 47 und 141 Quadratmeter Fläche sind unter dem ehemaligen Klinikdach entstanden. Die "Parkresidenz am See", so der neue Name des alten Denkmals, bietet künftig allen erdenklichen Wohnkomfort - vom Fahrstuhl über die höchsten Energiesparansprüche bis hin zu Balkonen und Terrassen für die künftigen Nutzer.

Darüber hinaus hat das Haus Geschichte: Vor dem Jahr 1927 war das Areal mit einem Gutshof landwirtschaftlich genutzt worden, jedoch wurden nach und nach Flächen verkauft, die teilweise heute den Kern des alten Lankow bilden. 1927 erwarb der "Mecklenburgische Landesverein zur Bekämpfung der Tuberkulose" den Besitz von der "Kultur- und Siedlungs-Aktiengesellschaft Deutscher Landwirte". Der Landesverein plante ein Tuberkulose-Genesungsheim und beauftragte den Schweriner Architekten Paul Nehls mit dem Bau eines "Beobachtungshauses". 1928 wurde es eingeweiht, welches "am höchsten Punkt im Gelände in landschaftlich bevorzugter Lage inmitten einer in Ausführung begriffenen Parkanlage" positioniert einen hervorragenden Blick auf den Lankower See biete, so berichtete die Mecklenburgische Zeitung 1928. 1936 wurde an beide Giebel angebaut, 1969 kam ein Aufzug dazu. Inzwischen steht das "Haus am See" in Nachbarschaft des Baltic College seit sieben Jahren leer.

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