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Umfangreiche Neubauten vorgesehen : Investor plant Großes für Schweriner Strandhotel

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"Nicht vermarktungsfähig", sagt Architekt Joachim Brenncke über das ehemalige Strandhotel am Zippendorfer Strand. Die Sanierungskosten seien zu hoch, das denkmalgeschützte Haus hingegen zu klein.

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erstellt am 09.Aug.2013 | 07:44 Uhr

Zippendorf | "Nicht vermarktungsfähig", sagt Architekt Joachim Brenncke über das ehemalige Strandhotel am Zippendorfer Strand. Die Sanierungskosten seien zu hoch, das denkmalgeschützte Haus zu klein. Kurz: Die 25 Zimmer in der Ruine reichen nicht aus, um die notwendigen Investitionen nur mit einem Hotelbetrieb wieder einzuspielen. Deshalb plant Investor Ulf Heyer jetzt Großes, "das den First der derzeitigen Ruine allerdings nicht überragen wird", so der Architekt, als er die aktuellen Baupläne für die Anlage im Bauausschuss vorstellte. Dafür sei eine Teilbefreiung von den bestehenden Bauvorgaben für die Ruine notwendig.

Fünfgeschossig sollen links und rechts des alten Denkmals Neubauten im Bäderstil aus dem Boden gestampft werden. Der alte Bebauungsplan hatte ein Multimedia-Kongresshotel vorgesehen. "Die Hotelnutzung ist natürlich die erste Wahl", sagte Joachim Brenncke Ein zusätzliches Bettenhaus soll die notwendige Wirtschaftlichkeit des Hotels sicherstellen, eine vorgelagerte Gastronomie Badegäste, Urlauber und Passanten zum Verweilen mit Blick auf die Strandpromenade einladen. Architekt Joachim Brenncke will den Charme des Strandhotels erhalten: Das Haupthaus wird saniert und bildet das Zentrum der künftigen Anlage - umgeben von Gebäuden, die den architektonischen Charakter der Häuser am Zippendorfer Strand aufnehmen. "Jeder Neubau erhält ein eigenes Gesicht", sagte er. Im rückwärtigen Teil des Geländes sind vier weitere fünfgeschossige Neubauten vorgesehen - versetzt errichtet, sollen sie die Silhouette auflockern. Dort sollen Wohnungen entstehen.

Die Bewohner und Hotelgäste sollen die Anlage nicht über die Zippendorfer Promenade befahren. "Die Fußgänger dort werden nicht gestört. Wir wollen nicht, dass das Blech auf der Promenade herumsteht", erklärte Joachim Brenncke. Viel mehr werde ein ehemaliger Straßenbahndamm an der Rückseite des Geländes zur Zufahrt umgebaut. "Das gesamte Gelände wird mit einer Tiefgarage untersetzt." Alles in allem zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses erfreut über das Projekt. "Endlich geschieht dort etwas", sagte Ausschussleiter Hagen Brauer. Für einige Zweifel sorgte die fünfgeschossige Bauweise. "Aber es passt sich gut in die Umgebung ein, deshalb stehe ich den Plänen erst einmal positiv gegenüber", so Martina Simon von den Linken.

Schon im Jahr 2003 hatte der damalige Eigner, die österreichische Firma Alpha Bau Management, das Strandhotel für 27 Millionen Euro zum Multimedia-Kongresshotel ausbauen wollen. Doch bis 2008 passierte nichts. Im Gegenteil: Zwei Jahre später ging die österreichische Firma insolvent. Im vergangenen Jahr meldete der Zwangsverwalter dann einen Erfolg: Er habe das ehemalige Strandhotel an den Schweriner Unternehmer Ulf Heyer verkauft.

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