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15 000 Kunden besuchen täglich die Marienplatz-Galerie : Investor: Center liegt gut im Rennen

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Verkraftet der Marienplatz ein zweites Einkaufs-Center? Das war für viele Schweriner im vergangenen Jahr die Frage. Nach dem ersten Sommer- und Weihnachtsgeschäft zieht der Projektentwickler eine recht positive Bilanz.

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2012 | 07:18 Uhr

Altstadt | Verkraftet der Marienplatz ein zweites Einkaufs-Center? Das war für viele Schweriner in den vergangenen Jahren die bange Frage, während sie dem Wachsen der neuen Galerie in der Innenstadt zuschauen konnten. Bei der Eröffnung im vergangenen Mai waren längst nicht alle Ladenfläche vermietet, bis heute gibt es an vielen Eingangstüren noch Hinweis-Plakate auf eine baldige Eröffnung statt Kundenbetrieb. Doch nach dem ersten Sommer- und Weihnachtsgeschäft zieht Projektentwickler Joachim Tenkhoff eine durchweg positive Schwerin-Bilanz. "Wir sind extrem zufrieden", so der Berliner Unternehmens-Chef. "In der Marienplatz-Galerie haben wir eine durchschnittliche Frequenz von rund 15 000 Kunden pro Tag. Im Vorweihnachtsgeschäft waren es zeitweise sogar bis zu 30 000." Man sei fast ein bisschen überrascht, dass nach einem Dreiviertel Jahr schon alles so rund läuft in der Landeshauptstadt.

Auch der Leerstand werde sich schon in den nächsten Monaten deutlich verringern. Gleich im Eingangsbereich hat sich McDonald’s eingemietet, worauf großflächige Werbung schon seit einigen Wochen hinweist. Höchstwahrscheinlich wird der beliebte Fastfood-Tresen Ende März eröffnet, so Tenkhoff. Auch die Postbank kündet in der Fensterfront an der Wismarschen Straße schon von ihrem baldigen Einzug in die Galerie. Hier ist Ende April avisiert.

Fürs zweite Obergeschoss, wo kurz vor der Eröffnung ein Schweriner Händler seine Miet-Zusage für eine große Ladenfläche doch noch zurückgezogen hatte, gibt es jetzt offenbar mehrere Interessenten. Verschiedene Optionen stehen laut Tenkhoff auch für die unbesetzten Geschäfte im ersten Obergeschoss offen. "Dort gibt es derzeit drei mögliche Varianten", so der Unternehmer. "Man kann daraus wirklich etwas Spannendes machen." Der gute Start der Schweriner Marienplatz-Galerie würde die Miet-Interessenten jetzt befeuern.

Mit einiger Sorge betrachtet Tenkhoff allerdings die Großbaustelle direkt vor der Haustür, die Ende März aufgemacht wird. Über diese Arbeiten war es zwischen Stadt und Projektentwickler schon in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten gekommen. Ihm sei zugesichert worden, dass die Sanierung des Marienplatzes beendet ist, wenn die Galerie eröffnet, so Tenkhoff damals. Nun steht der neuen Einkaufsmeile doch ein Baustellen-Jahr bevor. Alle Beteiligten beten, dass tatsächlich nach dem eng gestrickten Ingenieurs-Plan (SVZ berichtete) gearbeitet werden kann - ohne unvorhergesehene Zwischenfälle. "Natürlich ist es toll, wenn der Platz gemacht wird", sagt Tenkhoff. Doch hätten bei der optimierten Planung wohl nicht alle Händler-Interessen ausreichend berücksichtigt werden können. "Wir hoffen, durch die Baustelle keine Kunden zu verlieren."

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