Stolperfallen : Investitionsstau auf den Gehwegen

Völlig zerfahren: Der Fußweg in der Ricarda-Huch-Straße ist ein gefährlicher Stolperweg.  Fotos: Reinhard Klawitter (2)
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Völlig zerfahren: Der Fußweg in der Ricarda-Huch-Straße ist ein gefährlicher Stolperweg. Fotos: Reinhard Klawitter (2)

Stadt verdoppelt in diesem Jahr die Ausgaben für Erhalt und Sanierung, doch der Bedarf ist erheblich höher

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12. Januar 2016, 08:00 Uhr

Viele Gehwege im Stadtgebiet sind in einem erbärmlichen Zustand. Gerade jetzt, da es feucht und rutschig ist, wird der Schritt vor die Tür vor allem für Ältere zu einer Gefahr. „Ich bin schon gestürzt, weil bei uns die Platten durch Wurzeln hochgedrückt sind“, berichtet Harry Schneider am „Heißen Draht“ unserer Redaktion, der in der Leonhard-Frank-Straße wohnt. Einer seiner Nachbarn, Hans-Jürgen Wüsthoff, kann das nur bestätigen: „Wir fordern schon seit Jahren eine Verbesserung. Aber es tut sich nichts“, berichtet er. Dabei würden viele Anwohner den Weg nutzen, allein um beispielsweise zur Sparkasse Lessingstraße zu kommen.

Die Liste der gefährlichen Gehwege im Stadtgebiet ist lang. Leser aus der Ricarda-Huch-Straße klagen ebenso über die Stolperfalle vor der Haustür wie Anwohner aus der Sebastian-Bach-Straße, wo der Winterdienst auf Grund der Unebenheiten der Gehwegplatten überhaupt keine einheitliche Reinigung mehr hinbekommt.

Über die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen SDS gibt es regelmäßig Versuche, die Fußwege in einen akzeptablen Zustand zu bringen. Verglichen mit Ausgaben für den Straßen- und Radwegebau stehen dafür aber nur Kleinstbeträge zur Verfügung. Im Jahr 2014 waren beispielsweise 75 000 Euro im Plan vorgesehen. Um wenigsten das Gröbste abzuarbeiten, hat die SDS letztlich 145 000 Euro ausgegeben. Im vergangenen Jahr investierte die Stadt 105 000 Euro in die Gehwege – exakt so viel, wie in der Planung vorgeschrieben. In diesem Jahr sind sogar 260 000 Euro geplant. Die Stadt hat erkannt: Die Zustände der Gehwege haben sich erheblich verschlechtert. Dennoch wird die Summe nicht ausreichen, um alle Gefahrenstellen zu beseitigen. Welche Gehwege auf der Prioritätenliste stehen, darüber berichtet SVZ noch ausführlich.

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