Kulturangebot : Internationale Kunstschule

Projektarbeit mit Jugendlichen aus anderen Ländern ist an der Schule der Künste eine Selbstverständlichkeit. Diesen Sommer werden Gäste aus Frankreich und der Mongolei erwartet.
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Projektarbeit mit Jugendlichen aus anderen Ländern ist an der Schule der Künste eine Selbstverständlichkeit. Diesen Sommer werden Gäste aus Frankreich und der Mongolei erwartet.

Schule der Künste fördert mit Projekten die interkulturelle Bildung und Völkerverständigung

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02. Juli 2015, 23:17 Uhr

Die Landeshauptstadt muss sparen und will das auch im Kulturbereich. Doch wo kann gekürzt werden? SVZ stellt das Profil der drei in Schwerin tätigen Musikschulen vor. Heute: Schule der Künste.

Die Jugendkunstschule in der Johannes-R.-Becher-Straße sieht den Schwerpunkt ihrer Arbeit in der interkulturellen und internationalen Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen. „Im Vordergrund steht für uns eine Praxis der gemeinnützigen Arbeit zur Förderung von Kunst und Kultur und der kulturellen Kinder- und Jugendbildung“, erläutert Holger Reschke, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Schule der Künste. Sie sei also keine Musikschule und erhalte auch keine institutionelle Förderung. Die Zahl der Teilnehmer an Kursen liege bei rund 100, die Projekte der Schule dagegen würden von 1500 Schülern genutzt. Organisiert werden die Angebote von zwei Festangestellten und 30 Honorarkräften. Das Besondere dabei ist die Internationalität des Lehrkörpers, mit dem die breite internationale Ausrichtung gemeistert wird.

Zur Finanzierung der in Vereinsträgerschaft befindlichen Jugendkunstschule trägt die Landeshauptstadt mit 33 Prozent – insgesamt knapp 100 000 Euro – bei. Davon kommen fünf Prozent aus dem Kultur- und 28 Prozent aus dem Jugendbudget der Stadt. 29 Prozent des Haushaltes der Schule der Künste sind Eigenmittel, die vor allem durch Teilnahmegebühren an Kursen, Veranstaltungen und Projekten, aber auch durch Spenden erwirtschaftet werden. Der Rest – 38 Prozent – kommt vom Land.

Gegründet wurde die Schule der Künste 1993, seit 2010 ist sie staatlich anerkannte Jugendkunstschule. Sie ist als freier Träger der Jugendarbeit breit vernetzt, etwa im Schweriner Trägerverbund Welan, pflegt intensive Kontakte zum Schauspielbereich der Hochschule für Musik und Theater Rostock und hat ihre internationalen Beziehungen vor allem zu Jugend- und Kultureinrichtungen in Frankreich, der Mongolei und Russland ausgebaut. Weitere nach Togo und Brasilien sind in Arbeit. In den Sommerferien werden beispielsweise Jugendliche von Korsika in der Schule der Künste erwartet, die gemeinsam mit jungen Schwerinern an künstlerischen Projekten arbeiten werden. Die wichtigsten Arbeitsbereiche der Jugendkunstschule sind neue Medien in Kombination mit Schauspiel, Film, Musik und bildender Kunst, also modernes, interdisziplinäres Arbeiten. Gern werden die Erfahrungen auch von Fachkräften aus anderen Ländern genutzt, etwa aus der Mongolei oder vom deutsch-französischen Netzwerk.

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