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Schlossfestspiele Schwerin : Intendant probt mit Aida-Elefanten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vorbereitungen für die Schlossfestspiele des Theaters: Dickhäuter geben Triumphmarsch der Verdi-Oper die besondere Note

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2016 | 21:00 Uhr

 „Theater ist kein Zirkus. Hier greift das Wildtierverbot der Stadt nicht“, sagt Generalintendant Joachim Kümmritz mit Blick auf die bevorstehenden Schlossfestspiele. Denn Höhepunkt der Oper Aida von Giuseppe Verdi ist der Triumphmarsch – musikalisch wie optisch. „Prächtige Kostüme, Waffen, Requisiten und imposante Tiere gehören einfach dazu",  betont Kümmritz. Deshalb sollen, so wie 1999 bei der Aida-Inszenierung  von Werner Saladin, auch diesmal wieder Pferde, Kamele und ein Elefant dem Finale der Oper die besondere Note geben.

Den Dickhäuter, der mitspielen darf, hat sich Kümmritz gestern selbst ausgesucht auf dem Elefantenhof in Platschow südlich von Parchim. Es ist die 31-jährige Mala. Das vier Tonnen schwere und knapp drei Meter große Tier lebt seit fast 30 Jahren in der Herde von Dompteur Sonni Frankello. „Mala ist ruhig und ausgeglichen und mag öffentliche  Auftritte. Sie wird sich darüber freuen, in Schwerin im Triumphzug über den Alten Garten mitlaufen zu können“, sagt der erfahrene Tierhalter. „Elefanten sind von Natur aus neugierig“. „Und freundlich“, ergänzt Kümmritz, der gleich mit den Tieren Freundschaft schließt und ihnen Möhren-Leckerlis gibt. Die sanften Riesen danken es sofort. Timba hebt ihn mit dem Rüssel hoch, Mala nimmt ihn auf den Rücken.

„Mutig“, lobt Sonni Frankello und blickt anerkennend zum 66-Jährigen. „Angst habe ich nicht, aber gesunden Respekt schon, denn die Elefanten sind ganz schön groß“, sagt Kümmritz. „Aber was tut man nicht alles im Dienste der Kunst“, so der Intendant schmunzelnd.

Elefant Mala wird zu den Proben und Vorstellungen mit einem speziellen Transporter an- und abreisen. „Das ist sie gewohnt. Es ist genau wie mit einem Reitpferd, das von einem Turnier zum anderen fährt und die Prozedur genau kennt“, erklärt Frankello, der mit seinen Elefanten mehrfach an Aida-Inszenierungen teilgenommen hat. Er liegt damit auf einer Wellenlänge mit Kümmritz.

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