Schweriner Jungpolitiker : Integriert und engagiert

Gemeinsam etwas bewegen: Das ist das politische Ziel, das den Schweriner Mustafa Nemat Ali  antreibt. Seit einem Jahr ist der 24-jährige Mitglied in der SPD.
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Gemeinsam etwas bewegen: Das ist das politische Ziel, das den Schweriner Mustafa Nemat Ali antreibt. Seit einem Jahr ist der 24-jährige Mitglied in der SPD.

Jung, motiviert und politisch aktiv in Schwerin – Heute: Mustafa Nemat Ali setzt sich bei der SPD für Integration ein

svz.de von
03. April 2017, 21:00 Uhr

Schwarz, Rot, Grün, Gelb oder Violett – wie das politische Farbspektrum sind auch die Meinungen in der deutschen Politik-Landschaft breit gefächert. Gerade im Jahr der Bundestagswahl engagieren sich immer mehr junge Menschen politisch, auch in Schwerin. Heute spricht Nachwuchspolitiker Mustafa Nemat Ali über seine Motivation, bei den jungen Sozialdemokraten aktiv dabei zu sein.

„Ich bin nicht auf den Schulz-Zug aufgesprungen und dann beigetreten“, stellt Mustafa Nemat Ali klar. „Ich finde es aber gut, dass viele junge Leute in unsere Partei kommen“. Der 24-jährige Schweriner ist bereits seit knapp einem Jahr Mitglied der SPD und engagiert sich seitdem bei den Jusos. Politisch interessiert sei er bereits seit seiner Schulzeit. „In der Schule war Sozialkunde eines meiner Lieblingsfächer“, erzählt Ali. Doch aktiv mitzuwirken konnte sich der Versicherungskaufmann in Ausbildung lange Zeit nicht vorstellen. Ein Umdenken kam erst mit der Flüchtlingswelle und der entsprechenden Politik: Der gebürtige Iraker kam vor 17 Jahren selbst nach Deutschland und lebte für einige Zeit in einem Asylheim in Horst. „Ich weiß um die Schwierigkeiten der Zuwanderer, ich habe sie selbst erlebt“, erzählt der Schweriner. Deswegen wollte er selbst Politik machen. In welche politische Richtung es für ihn gehen sollte, stand nicht von Anfang an fest. „Ich habe mich über das politische Programm vieler Parteien informiert. Aufgrund zahlreicher Gemeinsamkeiten habe ich mich dann entschieden, Veranstaltungen der SPD zu besuchen.“ Die Besuche bestätigten seine Meinung: Kurze Zeit später folgte die Unterschrift auf dem Mitgliedsantrag. Seitdem ist Ali aktives Mitglied in der SPD.

Wichtig ist es für ihn, für andere Meinungen offen zu sein und sich stets fortzubilden. „Wenn es die Zeit zulässt, besuche ich so viele Seminare wie möglich. Es ist egal, ob es dabei um die Geschichte der Partei, den Umgang mit Rechtspopulismus oder den Austausch mit anderen jungen Menschen geht“, erklärt Ali. Unbedingt Karriere machen will der Nachwuchspolitiker nicht. Viel mehr gehe es ihm um das Erreichen politischer Ziele: „Es ist doch viel wichtiger, dass man gemeinsam etwas bewegen kann.“ Seine Mama findet es toll, dass er sich so einsetzt, erzählt der 24-Jährige. „Ich soll nur nicht zu viel machen, sagt sie immer. Wie Mütter halt so sind.“

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