Einweihung : Ins Europahaus zieht Leben ein

Das Europahaus ist offen: Dümmers Bürgermeisterin Anke Gräber reicht Ludwig Hense, Präsident des Dachverbandes der Wandergesellen, einen Schlüssel für den Wandergesellen-Trakt des Europahauses. Zuvor hat sie selber einen Schlüssel für den Gemeindebereich bekommen.
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Das Europahaus ist offen: Dümmers Bürgermeisterin Anke Gräber reicht Ludwig Hense, Präsident des Dachverbandes der Wandergesellen, einen Schlüssel für den Wandergesellen-Trakt des Europahauses. Zuvor hat sie selber einen Schlüssel für den Gemeindebereich bekommen.

Hereinspaziert: Dümmer hat einen Treffpunkt für Dorfgemeinschaft und Wandergesellen – den schauten sich gestern hunderte Gäste an

svz.de von
05. Juli 2015, 13:00 Uhr

Wer die Traute hat, der kann sich in eine Gondel setzen und von einem Kran hoch in die Luft ziehen lassen. Bestes Wetter, beste Aussicht auf das, was 53 Meter tiefer auf dem Boden passiert. Und da passiert jede Menge rund um das stattliche Europahaus, um das sich an diesem Tag alles in Dümmer dreht. Die Musiker der Kreismusikschule haben Platz und der Dorfchor Aufstellung genommen. Schicke Autos fahren vor, um geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft aussteigen zu lassen. Rauch steigt auf, da wo sich ein aufgespießtes Wildschwein über ein Feuer dreht. Rund um das Europahaus tummeln sich ganz viele Menschen. Die, die aus dem Ort und der Umgebung kommen, tragen luftiger Sommerkleidung. Die aus vielen Teilen Deutschlands angereisten Wandergesellen ihre zünftigen Kluften. In Dümmer wird gefeiert, denn das Haus für die Gemeinde und die Wandergesellen hat seine Türen geöffnet. Und in Dümmer weht jetzt auch die Europafahne.

„Im Haus Europa ist ein Europahaus ein guter Ort“, sagt Werner Kuhn. Der Europaparlamentarier aus MV hält eine Rede. Viele halten Reden. Es wird gedankt und gelobt – und alle sind sich einig: Das ist ein einzigartiges Projekt, das da nach drei Jahren Planung, gut einem Jahr Bauzeit, mit Hilfe von Firmen aus der Region und mehr als 100 Wandergesellen entstanden ist.

Johannes Möller-Titel schwitzt. 31 Grad. Da schwitzen fast alle. Er moderiert, sagt die Programmpunkte an. Er ist Initiator des Europahauses, hat die Fäden in der Hand gehalten. So war es und so ist es auch am Einweihungstag. Steintafeln werden eingemauert. Auch eine mit den Initialen CCEG, der Konföderation Europäischer Gesellenzünfte. Deren Präsident ist auch gekommen: Ludwig Hense bekommt stellvertretend für alle Wandergesellen, die jetzt eine neue Bleibe haben, einen Schlüssel überreicht. Bürgermeisterin Anke Gräber auch, vom Architekten Dieter Hartung. Die Gemeinde hat jetzt einen neuen Ort für Versammlungen und Feste. Die Sportvereine profitieren von den Dusch- und Umkleideräumen, die Kita-Kinder haben Platz zum Turnen. Die Arbeiten am Europahaus sind so gut wie abgeschlossen. Die auf der Außenanlage noch nicht. Wege, ein Spielplatz und eine Terrasse sollen gemacht werden. „Bis Oktober soll das fertig sein“, sagt Bürgermeisterin Gräber. Und ein neuer Bootsschuppen für den Kanuverein soll auch her. Das ist ein Fall für die Wandergesellen – und eine Werkstatt, die ist im Europahaus gleich eingebaut worden.

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