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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 02:10 Uhr

Veranstaltungsort : Ins Achteck zieht wieder Leben ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Aus der Kult-Disko in der Wittenburger Straße wird ein multifunktionaler Veranstaltungsort, an dem aber auch wieder getanzt werden soll

von
erstellt am 27.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Autofahrer, die auf der Wittenburger Straße in Richtung Neumühle unterwegs sind, wundern sich. Irgendwie sieht das Achteck anders aus. „Wir haben die große Fensterfront, die 21 Jahre lang durch Blechelemente verdeckt war, wieder frei gelegt“, sagt Frank Porsch. Der Investor baut das Achteck zum Multifunktionsgebäude um. 300 000 Euro werden investiert.

Im Jahr 1976 wurde das Achteck eröffnet. Von Anfang an war es für verschiedene Zwecke konzipiert: Jugendtanz, Schülerspeisung, Versammlungen. Nach 1990 war das Gebäude an der Sport- und Kongresshalle dann Tanzpalast, der allerdings 1994 abbrannte. Im Jahr darauf war das Achteck wieder nutzbar – als Diskothek. Bis 2015 hat Frank Porsch dieses Geschäft betrieben. „Heute läuft eine Disko nicht mehr. Wenn die jungen Leute 18 sind, sind sie aus Schwerin weg.“ Als die Landeshauptstadt noch ein größerer Bundeswehrstützpunkt war und das Abitur erst nach 13 Jahren abgelegt werden konnte, die Schüler mithin älter waren, da war das Achteck noch regelmäßig voll. „Wir müssen uns der Demografie anpassen“, sagt Porsch.

Dass es im Achteck hin und wieder auch Tanzveranstaltungen geben wird, will der Investor nicht ausschließen. „Es können aber auch Kongresse und Tagungen mit bis zu 500 Teilnehmern, Comedy-Veranstaltungen, Seniorenfeiern oder Abiturbälle hier stattfinden“, sagt Frank Porsch. „Die Bedingungen ringsum sind hier ideal: Parkplätze gibt es vor der Tür und der Bus hält hier auch.“ Im Untergeschoss wird es auch weiterhin eine Autovermietung, eine Arztpraxis und eine Spielhalle geben.

Noch wird das Achteck komplett renoviert und ein wenig umgebaut. Im kommenden Jahr wird an der Außenseite auch noch ein Fahrstuhl angebaut. „Den brauchen wir schon aus logistischen Gründen, wenn größere Mengen an Stühlen und Tischen benötigt werden.“ Außerdem können dadurch auch Menschen mit einem Handicap die Veranstaltungen besuchen. „Wir sind dann barrierefrei.“

Die ersten Veranstaltungen können schon bald im prägnanten Gebäude an der Wittenburger Straße stattfinden. „Wir wollen Mitte November startklar sein“, sagt Porsch.

Dass es nicht einfach wird, das Achteck immer voll zu bekommen, ist dem Investor klar. „Zum Teil vermarkten wir die Räume selbst, zum Teil über eine Agentur.“ Die ersten Anfragen habe er auch schon bekommen.

Das Achteck an der Wittenburger Straße ist übrigens nicht der einzige Bau dieser Art in Schwerin. Das Vereinsheim des Schweriner Yacht-Clubs am Franzosenweg wurde nach Entwürfen des selben Architekten in gleicher Weise gebaut.

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