Schwerin : Innenstadt-Staus sind absehbar

So sieht die vorläufige Planung für den zeitlichen Ablauf der Sanierung der Wittenburger Straße aus.   Grafik: Bauwas Ingenieurbüro
So sieht die vorläufige Planung für den zeitlichen Ablauf der Sanierung der Wittenburger Straße aus. Grafik: Bauwas Ingenieurbüro

Am 24. März beginnt die Sanierung der Wittenburger Straße: Staus sind absehbar, für die Anwohner sind noch etliche Fragen offen

svz.de von
14. März 2014, 12:00 Uhr

Die Plätze waren alle vergeben. Etwa 60 Anwohner waren ins Stadthaus gekommen, um zu hören, wie und wann „ihre Wittenburger Straße“ saniert wird. Und sie hatten viele Fragen dazu.

Noch steht nicht fest, welche Firma in der Wittenburger bauen wird, die Ausschreibung läuft noch. Doch am 24. März soll es bereits losgehen. Dann wird die Ostseite der Kreuzung Wittenburger Straße, Obotritenring aufgerissen. Anschließend kommt die Westseite dran. Der Verkehr wird an der jeweiligen Baustelle vorbei geführt. Der Fahrzeugstrom aus Richtung Neumühle allerdings muss durch die Weststadt rollen. „Das alles dürfte relativ schmerzlos für die Autofahrer sein“, sagte Planer Johannes Kansy. Gebaut werden soll auf der Kreuzung bis zum 5. Mai. „Das ist eine ehrgeizige Bauzeit, der Ablauf ist eng gestrickt“.

Sind die Arbeiten auf der Kreuzung erledigt, geht es in der Wittenburger los. Der erste Bauabschnitt geht bis zur Höhe des Penny-Marktes. Der soll auf jeden Fall immer erreichbar bleiben. Ansonsten wird die Straße aber abschnittsweise voll gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert. Bis Anfang Oktober soll das gehen – dann ist Winterpause. Wenn das Wetter es zulässt, geht es am 1. März 2015 zwischen Penny-Markt und Friedensstraße weiter. Wie dann die Verkehrsführung erfolgen wird, steht noch nicht genau fest. „Wir wollen zunächst aus dem ersten Bauabschnitt lernen“, sagte Stadtplaner Andreas Thiele. Er weiß: „Eine zweijährige Bauzeit bringt immer Unfrieden.“

Für die Anwohner gab es eine ganze Reihe von Fragen zum Vorhaben. So wollten sie wissen, wie sie ihre Grundstücke während der Vollsperrungen erreichen können. Zu Fuß ist das kein Problem. Auf einer Seite wird der Gehweg uneingeschränkt nutzbar sein, Übergänge werden eingerichtet. Parkplätze am Straßenrand und auf den Höfen allerdings fallen weg. „Der Parkplatz an der Sport- und Kongresshalle steht uneingeschränkt zur Verfügung“, teilte Carsten Bierstedt vom Amt für Verkehrsmanagement mit – und erntete dafür nur ein allgemeines unwilliges Murren: „Das ist ja wohl ein Witz.“ Denn beispielsweise Handwerker wollen ihr Auto mit Werkzeug nicht unbeaufsichtigt am Stadtrand stehen lassen. Vorschlag eines Bürgers: Das Parken sollte in benachbarten Parkzonen gestattet werden.

Ebenfalls ein großes Thema: der Fahrradverkehr. Einige Anwohner verlangten, dass für Radfahrer wenigstens ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn geschaffen wird. Dazu sollten unbedingt Gespräche mit dem ADFC geführt werden. Der Vorschlag eines Bürger, den Parkstreifen ganz wegfallen zu lassen und statt dessen einen Radweg zu bauen – „warum eigentlich nicht?“ – brachte allerdings lautstarken Protest.

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