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18. Oktober 2017 | 00:36 Uhr

Preisschock zum Advent : Inflation in MV am höchsten

vom

In keinem andern Bundesland sind die Verbraucherpreise im November so stark gestiegen wie in MV. Hier, wo die Einkommen bundesweit am geringsten sind, müssen die Menschen 3,1 Prozent mehr Geld aufbringen, als im Vorjahr.

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erstellt am 01.Dez.2011 | 07:26 Uhr

Schwerin | In keinem andern Bundesland sind die Verbraucherpreise im November so stark gestiegen wie in Mecklenburg-Vorpommern. Hier, wo die Einkommen bundesweit am geringsten sind, müssen die Menschen für ihren Lebensunterhalt 3,1 Prozent mehr Geld aufbringen, als im Vorjahr. Auf Platz zwei in der Inflationsrate liegt das Saarland mit drei Prozent. Alle anderen Bundesländer liegen unter der Drei-Prozent-Marke.

Hauptpreistreiber war die Energie. Die Preise dafür stiegen um 11,8 Prozent. "Da schlagen die Kraftstoffpreise durch", sagt Dr. Dieter Gabka von Statistischen Amt. Aber auch Heizöl verteuerte sich um 30 Prozent. Bekleidung und Schuhe kosteten im November 6,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Plätzchenbäckerei im Advent wird ebenfalls teurer: Der Preis für Weizenmehl stieg um 39 Prozent, der für Zucker um 27 Prozent. Die Preisstatisker rechnen damit, dass aufgrund der mageren Ernte Brot- und Getreideerzeugnisse in den nächsten Monaten teurer werden. Schon jetzt haben diese Waren eine Inflationsrate von fünf Prozent. "Das wird noch anziehen", so Gabka. Er vermutet zudem, dass ein Grund für die starke Preissteigerung die geringe Konkurrenz der Supermarktketten im dünnbesiedelten Norden ist.

Wiederum mit 3,4 Prozent in Jahresfrist überdurchschnittlich entwickelten sich die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, die zudem um 0,5 Prozent über dem Preis im Vormonat lagen. Auffallend waren aber teils erhebliche, saisonbedingte Preisnachlässe u.a. für Kopf- und Eisbergsalat um mehr als 40 Prozent, für Kartoffeln um 33 Prozent und für Birnen um 22 Prozent.

Wer sich mit Blick auf Weihnachten einen Fernseher oder einen Laptop leisten will, spart indes zum Vorjahr: Die Preise für Note- und Netbooks fielen um 21,5 Prozent, die für HiFi-Anlagen und Fernsehgeräte um jeweils gut 14 Prozent.

Interessant: Auch die Bildungskosten stiegen um 11,5 Prozent. Grund: höhere Kita-Kosten im Jahresvergleich.

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