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Helios-Kliniken Schwerin : Inderin will Internistin werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sanila John macht ihre Facharzt-Ausbildung in den Schweriner Helios-Kliniken, dabei helfen ihr sehr gute Deutsch-Kenntnisse

von
erstellt am 31.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Augenblicklich arbeitet sie in der Lungenklinik der Schweriner Helios-Kliniken, nimmt an der Visite teil, untersucht Patienten, wenn der Oberarzt dabei ist. Sanila John möchte Internistin werden. Für dieses Ziel hat sie ihr Zuhause verlassen, den Bundesstaat Kerala im südlichen Indien, tausende Kilometer entfernt. Fünf Jahre dauert die Facharzt-Ausbildung. Ein Jahr hat Sanila John schon herum. „Ich fühle mich sehr wohl in Schwerin“, sagt die 29-Jährige.

In ihrer Heimat hat Sanila John Medizin studiert, sich einen Traum erfüllt. „Durch einen Zeitungsartikel habe ich von der Möglichkeit erfahren, die weitere Ausbildung in Deutschland machen zu können“, erzählt die Inderin. Am Goethe-Institut von Kerala lernte sie Deutsch, kam vor knapp zwei Jahren in die Bundesrepublik, um zunächst mit Unterstützung der „International Academy of Students“ ihre Sprachkenntnisse noch zu verbessern und die deutsche Kultur näher kennen zu lernen.

Doch Sanila John, die zwar in Indien aufgewachsen, aber in der Schweiz geboren wurde, startete schnell durch: Weil sie von Anfang an sehr gut Deutsch sprach, bekam sie schon bald einen Platz für ein Praktikum in den Helios-Kliniken. „Über dieses Praktikum habe ich dann auch die Stelle für die Facharzt-Ausbildung bekommen“, sagt die Medizinerin, die mittlerweile auch ihre deutsche Approbation erworben hat, also einen anerkannten Studienabschluss besitzt.

Nach und nach wird Sanila John alle internistisch relevanten Abteilungen der Helios-Kliniken durchlaufen, wie etwa die Kardiologie oder die Gastroenterologie, die sich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes befasst. „Ich lerne viel von den anderen Ärzten“, schildert die 29-Jährige. Überhaupt verstehe sie sich sehr gut mit den Kollegen. Auch mit Patienten habe es bisher keinerlei Probleme gegeben, betont Sanila John. Manche würden sich für die Behandlung im Krankenhaus sogar mit Keksen und Blumen bedanken.

Natürlich hält die Ärztin den Kontakt in die Heimat, auch mit einigen Indern, die zeitgleich mit ihr in Deutschland an den Start gegangen sind, steht sie noch in Verbindung. „Ich bin schneller vorangekommen, als ich gedacht habe“, sagt die Inderin. Dabei hätten ihr freilich auch ihre hervorragenden Sprachkenntnisse geholfen.

Die Medizin in Deutschland sei sehr fortgeschritten, unterstreicht Sanila John. „Ich finde hier sehr gute Bedingungen für meine Weiterbildung.“ Die Entscheidung, in die Bundesrepublik zu kommen, sei deshalb richtig gewesen. Und die Medizinerin geht sogar noch weiter: Sie könnte sich sogar vorstellen, ganz in Deutschland zu bleiben, hat auch schon Bekanntschaft mit Einheimischen geschlossen. „Schwerin ist eine schöne Stadt“, sagt Sanila John.

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