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Parken in Schwerin : In Weststadt bleibt Parkraum knapp

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nur 39 zusätzliche Stellplätze möglich, aber Entspannung bei Großveranstaltungen in der Sport-und Kongresshalle

von
erstellt am 01.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Wenn es etwas in der Weststadt nicht gibt, sind es ausreichend Parkplätze. Im Stadtteil, in dem die meisten Autos angemeldet sind, ist die Stellplatzsuche ein Dauerthema. Die Stadtvertreter hatten die Verwaltung deshalb beauftragt, ein Parkkonzept für die Weststadt zu erarbeiten. Das liegt jetzt vor – bringt aber auch nicht den großen Wurf.

Eine leichte Entspannung wird es aber geben – wenigstens bei Großveranstaltungen in der Sport- und Kongresshalle. Der vorhandene Großparkplatz wird erweitert. Dort, wo die abgebrannte Laufhalle stand, entstehen neue Stellplätze.

Bisher gibt es 600 Stellplätze auf dem großen Parkplatz neben und 200 vor der Halle. Noch in diesem Jahr sollen rund 230 hinzu kommen. Damit „kann die während größerer Veranstaltungen bislang besonders ausgeprägte Konkurrenz um Stellplätze in den nahe gelegenen Wohngebieten der Weststadt wesentlich entschärft werden“, heißt es im Parkkonzept.

Ansonsten sieht es aber schlecht aus. Die großen Vermieter sehen kaum Möglichkeiten, zusätzlichen Parkraum auf Frei- und Brachflächen zu schaffen. Die Flächen der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft seien „bereits ausgereizt“, heißt es. Durch „Optimierung“ könnte „der ein oder andere Stellplatz entstehen“. Allerdings nicht in nennenswerten Größenordnungen. Die Wohnungsgesellschaft Schwerin sieht gar keine Möglichkeiten für neue Stellplätze. 75 besitzt sie. „Ein weiterer Bedarf wurde durch die Mieter bisher auch nicht angezeigt.“ Die Neue Lübecker baut in der Lübecker Straße 62 Wohnungen und dazu 90 Stellplätze, „so dass auch Mietern aus angrenzenden Straßen Stellplätze zur Verfügung gestellt werden können“.

In der Robert-Beltz-Straße wären 16 zusätzliche Parkplätze durch Änderung der Parkordnung möglich. Kosten würde das etwa 14 000 Euro, so die Schätzung des Verkehrsmanagements.

In der Von-Flotow-Straße gibt es eine unbefestigte Fläche, die tagsüber von Friedhofsbesuchern genutzt wird. Weil unbeleuchtet, ist sie unattraktiv für Nachtparker. Die Verwaltung schlägt deshalb den Bau einer Beleuchtungsanlage für rund 7000 Euro vor.

In der Carl-Moltmann-Straße wären neue, zusätzliche Stellplätze möglich. Dazu müsste ein Grünstreifen genutzt werden. Baukosten: etwa 4500 Euro. In der Ernst-Moritz-Arndt-Straße könnten acht Parkplätze auf städtischem Grund gebaut werden. Eine Fläche vor einem Garagenkomplex in der Johannes-R.-Becher-Straße könnte durch Markierung der Stellplätze „optimiert“ werden.

Untersucht wurde auch die Fläche der ehemaligen Deponie Finkenkamp. Im Ergebnis kommt das Verkehrsmanagement zu dem Schluss, dass „eine Nutzung als Parkplatz nicht weiter verfolgt wird“.

Fazit der Verkehrsmanager: „39 zusätzliche Stellplätze können mit einem Kostenaufwand von etwa 44 500 Euro realisiert werden, sofern diese Mittel im städtischen Haushalt bereitgestellt würden.“ Dazu kämen 8200 Euro Planungskosten.

Negativer Aspekt: Die Weststadt bekäme ein anderes Gesicht. Etliche Grünflächen müssten zu Gunsten von Parkplätzen verschwinden.

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