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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Oktober 2017 | 20:48 Uhr

Es geht voran : In Waisengärten wird weiter gebaut

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zweiter Bauabschnitt wird von der LGE erschlossen: 28 Grundstücke werden durch 2900 Pfähle im Erdreich gesichert

von
erstellt am 18.Okt.2015 | 20:45 Uhr

Die Nachfrage nach Baugrundstücken in den Waisengärten ist deutlich gestiegen. Das bestätigte Robert Erdmann, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft LGE auf SVZ-Nachfrage. Kein Wunder also, dass die LGE mit dem zweiten Bauabschnitt nachlegt.

Während das neue Quartier im ersten Bauabschnitt mit mehrgeschossigen Stadt- und Mehrfamilienhäusern sichtbar wächst, wird das gesamte Gebiet nun in Richtung des Schweriner Sees weiter entwickelt. Im südöstlichen Bereich der Waisengärten, der bis in die Nähe des Schweriner Sees reicht, erschließt die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH insgesamt 28 Grundstücke. Geplant sind sie für den Bau von naturnahen, familienfreundlichen bis barrierearmen Stadtvillen und Stadthäusern – in aufgelockerter Bebauung und mit unterschiedlicher Geschosshöhe. 25 Grundstücke waren es im ersten Bauabschnitt.

In der vergangenen Woche ging es los mit der tiefreichenden Bodenstabilisierung im Bereich des zweiten Bauabschnittes. Da es für einen Teilbereich des Gebietes notwendig ist, wird hier eine Technologie angewendet, die sich bereits bei den Brückenbauwerken der A 14 oder beim Bau des Seehafens Rostock bewährt hat. Die Aufträge hat die LGE an die regionalen Unternehmen Westa Straßen- und Tiefbau und M-Tec vergeben, die als Baugrundspezialisten die Tiefenbodenstabilisierung durch Zementsuspension durchführen. Diese Technologie hat den Vorteil, dass starke Erschütterungen während des Bauens unterbleiben. Um das Verfahren zu testen, werden zunächst probeweise an zwei Stellen Bohrpfähle eingesetzt, ausgehärtet und nach einigen Wochen auf ihre Tragfestigkeit hin geprüft. „Wir stellen uns dieser technischen und fachlichen Herausforderung und sind uns sicher, dass wir mit dem Ingenieurbüro Inros Lackner aus Schwerin einen erfahrenen Partner haben. Wir werden mit diesen Tests sicherstellen, dass wir das richtige Verfahren gewählt haben“, erklärt Carsten Lenschow, LGE-Projektleiter dieses Vorgehen. Bis Jahresende soll die Baugrundverbesserung abgeschlossen sein, rund 2900 Pfähle werden dazu benötigt.

Anschließend werden die weiteren Erschließungsarbeiten ausgeführt. Dazu gehören der Bau der Straßen sowie der Ver- und Entsorgungsanlagen. Geplant ist, diese bis Sommer 2016 fertigzustellen, dann können die ersten Bauherren Mitte nächsten Jahres mit dem Hochbau beginnen. Es gibt bereits eine Reihe von Investoren, die auf dem Areal des zweiten Bauabschnittes Stadtvillen oder Stadthäuser mit Eigentums- oder Mietwohnungen errichten möchten. Zehn Projekte wurden bereits im Gestaltungsbeirat vorgestellt und diskutiert, weitere folgen in den nächsten Monaten. Der Gestaltungsbeirat, der von der LGE gegründet wurde, hat die Aufgabe, alle Entwürfe von Bauherren und Investoren zu prüfen und die Qualitätsansprüche an die Baukultur und eine nachhaltige, energetische und werthaltige Bebauung in den Waisengärten zu erreichen.

Die LGE investiert insgesamt 14,5 Millionen Euro in die Entwicklung dieses neuen Quartiers.

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