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Schwimmhalle Schwerin-Lankow : In letzter Sekunde: Investor will Halle retten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Abriss des alten Gebäudes könnte verhindert werden – Stadt führt Gespräche mit Bauunternehmer

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 19:32 Uhr

Jähe Wendung im Streit um die alte Schwimmhalle in Lankow: Eigentlich sollte übermorgen der Abrissbagger das Gebäude platt machen, doch in letzter Sekunde deutet sich Rettung an. Am Sonntagabend bekam Baudezernent Bernd Nottebaum die Nachricht, dass sich ein Investor gefunden habe, der die Halle kaufen und zu Wohn- und Geschäftsräumen umbauen wolle.

„Das Angebot kam von Ulrich Bunnemann. Er ist uns als erfolgreicher Bauherr und als seriöser Partner bestens bekannt. Wir nehmen seine Anfrage sehr ernst und haben bereits mit detaillierten Gesprächen begonnen“, sagte Nottebaum gestern dem Hauptausschuss.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow betonte, dass die Verhandlungen mit dem Grundsatz geführt würden, dass der Stadt kein Nachteil entstehen dürfe. „Wir haben bereits Kosten von rund 60 000 Euro für die Asbestentsorgung gehabt und müssten, wenn es nicht zum Abriss kommt, Vertragsstrafe an die beauftragte Firma zahlen. Dies ist in die Verkaufsverhandlungen einzubeziehen.“ Fest stehe zudem, dass die Halle nicht zu einem symbolischen Preis – etwa für einen Euro – verkauft werden könne, sondern zum Marktwert, betonte Nottebaum. Andernfalls würde die Kommunalaufsicht einschreiten. Denn: „Herr Bunnemann plant keine gemeinnützige Nutzung, sondern eine private.“ Vorgesehen sei der Umbau der Schwimmhalle zu Wohnungen sowie Physiotherapiepraxis und Sauna. Außerdem wolle der Investor auf einem Teil des Parkplatzes – insgesamt wird über ein Grundstück von 4200 Quadratmetern verhandelt – ein Mietshaus errichten.

Sollte kein Vertrag zustande kommen, will die Stadt die Halle abreißen und das Gelände für Wohnungsbau freigeben.

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