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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 05:13 Uhr

Stralendorf : In Klassenräumen wirds bald leiser

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Amt Stralendorf will Altbau des Gymnasialen Schulzentrums auf Vordermann bringen: Schwerpunkt Lärmschutz

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Die Klassenräume des alten Schulteils des Gymnasialen Schulzentrums Stralendorf werden einen Schallschutz bekommen. Sie sollen mit so genannten Akustikplatten an der Decke gedämmt werden, damit der Lärmpegel sinkt, erklärt Frank Bierbrauer-Murken, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Stralendorf. Das Amt ist Schulträger des Gymnasialen Schulzentrums und somit auch Bauherr. Doch die Dämmung ist nicht die einzige, wenngleich auch wichtigste, bauliche Veränderung, die ansteht.

Es geht auch um den Brandschutz. Der Kreis Ludwigslust-Parchim, für den vorbeugenden Brandschutz an Schulen, Kitas und Hort-Gebäuden zuständig, hatte an der Stralendorfer Schule nach einer Kontrolle im Gutachten gleich mehrere Mängel aufgelistet. So entsprechen die Treppenhäuser und Flure nicht den Brandschutznormen. Und wenn schon gebaut wird, soll auch die Beleuchtung verbessert werden, informiert Bierbrauer-Murken weiter. Die Lampen sollen auf energiesparende LED-Technik umgerüstet werden. Das koste zwar erst einmal Geld, sorge aber perspektivisch für Einsparungen bei den Stromkosten.

Und schließlich geht es um das Thema Inklusion und Barrierefreiheit. Darum, dass die Klassenräume ohne Türschwellen zu erreichen sind. Geplant ist auch, einen Fahrstuhl zu installieren – an der Außenwand.

Die baulichen Veränderungen beziehen sich ausschließlich auf den Altbau des Schulzentrums. Sowohl Grundschule als auch der Erweiterungsbau mit den Fachkabinetten sind davon nicht betroffen.

Auch wenn ein konkreter Plan noch nicht vorliegt, so steht schon fest, dass die Umbaumaßnahmen bei laufendem Schulbetrieb erfolgen müssen. Das gehe gar nicht anders, so Bierbrauer-Murken. Denkbar sei, dass die Bauarbeiten etagenweise erfolgen. Aber dass müsse noch entschieden werden.

640 Schüler sind in Stralendorf gemeldet: 139 an der Grundschule, 161 Schüler in der Orientierungssufe (5. und 6. Klasse), 120 Schüler an der Regionalschule und 220 am gymnasialen Schulteil. Der Großteil der Schüler wäre unmittelbar von den Baumaßnahme betroffen. Für sie müsste Ersatzräume geschaffen werden. Eine Option wäre, Raumcontainer anzumieten, heißt es.

Nach jetzigen Schätzungen soll die Modernisierung knapp zwei Millionen Euro kosten. Nicht mitgerechnet seien hierbei die Anschaffungen der Container. Das Amt Stralendorf hofft auf Fördermittel vom Land. Das habe signalisiert, dass in diesem Jahr damit nicht mehr zu rechnen sei. Das Amt will die Zeit aber nutzen, das Bauprojekt gründlich vorzubereiten und einen Antrag auf Sonderbedarfszuweisung stellen. Der Eigenanteil für die Modernisierung kommt aus dem Amtshaushalt.

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