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mehr Parkplätze gefordert : In der Weststadt wirds eng

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ortsbeiratsvorsitzender Hagen Brauer fordert die Ausweisung weiterer Parkplätze im Stadtteil

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Findet in der Stadt eine Großveranstaltung statt, wird es für Schweriner Autofahrer schwierig. Ob Altstadtfest oder Weihnachtsmarkt, Drachenbootfestival oder Konzert in der Sport- und Kongresshalle – die Parkplätze werden knapp. Das gilt auch, wenn auf Straßen und Plätzen gebaut wird. Da helfen auch keine Anwohnerparkzonen mehr. Die Bewohner finden in ihrem Stadtteil einfach keinen Stellplatz mehr, weil Gäste oder Pendler ihre Fahrzeuge in Wohngebieten abstellen.

Hagen Brauer, Vorsitzender des Ortsbeirates Weststadt, macht auf ein zusätzliches Problem aufmerksam: Seit in der Paulsstadt Anwohnerparkzonen ausgewiesen sind, weichen auswärtige Autofahrer in die Weststadt aus. Der bisher für Automobilisten relativ komfortable Stadtteil, in dem meist das Parken in Haustürnähe möglich war, wird mehr und mehr von Autos verstopft. Brauers Vorschlag deshalb: Es sollten zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Der Ortsbeiratsvorsitzende bringt die Altdeponie Finkenkamp ins Spiel. Die soll ohnehin saniert werden. „Wird die Müllkippe abgedeckt, könnten hier Stellplätze eingerichtet werden, die bei Veranstaltungen in der Sport- und Kongresshalle zusätzlich zur Verfügung stünden.“ Aber auch in der Weststadt selbst sieht Hagen Brauer großes Potenzial. „Die Weststadt ist nicht so sehr dicht bebaut. Da gibt es zwischen den Wohnblöcke viel freie Flächen.“

Die sind aber nur zu sehr geringem Teil in städtischer Hand. Etwa 70 Prozent gehören der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG), 20 Prozent der Schweriner Wohnungsgesellschaft (WGS) und rund 10 Prozent der Neuen Lübecker. In einem Gespräch mit SWG-Vorstand Guido Müller habe dieser bereits Bereitschaft signalisiert, über neue Parkplätze nachzudenken, so Brauer. „Die Wohnungen in der Weststadt werden attraktiver, wenn Parkplätze in Wohnungsnähe zur Verfügung stehen. Der Ortsbeirat sieht gute Chancen, die Situation zu verbessern.“ Der Vorschlag wird nun in den Ausschüssen der Stadtvertretung zunächst diskutiert.

Einen Schritt weiter sind die Unabhängigen Bürger mit ihrem Vorschlag, bei Großveranstaltungen und Baumaßnahmen ein zonenübergreifendes Parken in Anwohnerparkbereichen zu ermöglichen. Mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen die Stadtvertreter, dass die Oberbürgermeisterin „geeignete Maßnahmen“ einleiten soll. „In Betracht kommen kommen temporäre Duldungen durch Anweisungen des Kommunalen Ordnungsdienstes verbunden mit entsprechender Unterrichtung der Berechtigten oder aber die Einrichtung der generellen Ermächtigung, die jeweils benachbarte Anwohnerparkzone nutzen zu können.“

Die Stadtverwaltung will nun zwei Optionen nachgehen. Zum einen sollen die Grenzen der Anwohnerparkzonen A bis E geprüft und einzelne Bereiche zusammengelegt werden. Zum anderen könnten „Überlappungsbereiche“ geschaffen werden, die an den Zonengrenzen das Parken in beiden Zonen erlaubt. Allerdings weist das Baudezernat auch darauf hin, dass nach der Rechtsprechung „Straßenanlieger Arbeiten, die der Erhaltung, Verbesserung und Modernisierung der Straße dienen, bis zu einer verhältnismäßig hoch anzusetzenden Opfergrenze entschädigungslos dulden“ müssen. Im Klartext: Sollen doch die Bürger zusehen, wo sie ihr Auto lassen können.


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