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Festveranstaltung : In der Volkshochschule wird es eng

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehr als 300 Senioren feiern ihre Heimstatt für Bildungs- und Kulturangebote und Stadtpräsident lobt moderne Ausrichtung

von
erstellt am 16.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Wenn die Seniorengruppen der Volkshochschule feiern wollen, wird es eng. Der Goldene Saal des Neustädtischen Palais reichte kaum aus, die Mitglieder der 17 Seniorengruppen zu fassen, die sich unter dem Dach der Volkshochschule regelmäßig treffen, um gemeinsam aktiv zu sein, Kultur- und Bildungsangebote zu nutzen oder politische Themen zu diskutieren. Insgesamt sind es mehr als 400. 25 Jahre nach Gründung der ersten Seniorengruppe erinnerte Stadtpräsident Stephan Nolte bei einem Festakt vor 300 Gästen an die Wurzeln dieser Arbeit, die ohnegleichen in Deutschland ist und bundesweit als Vorbild genutzt wird.

Marita Schwabe, die 1990 die Leitung der Schweriner Volkshochschule übernommen hatte, berichtete: 1990 gab es in MV 34 Volkshochschulen, Weiterbildungseinrichtungen verschulter Art, mit einem kleinen Angebot für Erwachsene in den Bereichen Sprachen, Kultur und Kunst, Naturwissenschaft und Technik, aber vor allem mit Kursen zum Erlangen von Schulabschlüssen. Dieser zweite Bildungsweg stand plötzlich zur Disposition. Umstrukturierungen, Personalabbau, völlig neue Aufgaben, Konkurrenz auf dem Weiterbildungsmarkt, Kursleitersuche, neue finanzielle Rahmenbedingungen beschäftigten vor 25 Jahren die Mitarbeiter. „Aber schon damals haben wir die Wünsche der Volkshochschulbesucher ernst genommen – was bis heute so ist“, betonte Marita Schwabe.

Unter dem Thema „Senioren entdecken gemeinsam Schwerin“ begaben sich ab Oktober 1990 rund 20 ältere Schweriner auf Entdeckungsreise durch Kultur- und Kunsteinrichtungen der Stadt, suchten das Gespräch mit den in der Kultur Tätigen. Dass diese Veranstaltungen interessant und von hoher Qualität waren, sprach sich schnell herum. Im Oktober 1991 wurden bereits zwei weitere Gruppen eröffnet. Auf Wunsch der Senioren wurden 1991 Bildungsreisen ins Programm aufgenommen. Mit der VHS bereisen sie seither Deutschland und viele europäische Länder.

In einem kleinen Film, der beim Festakt vorgeführt wurde, kamen dann die Senioren selbst zu Wort. In berührender Weise erzählten sie, was ihnen die Volkshochschule bedeutet: Sie ist mehr als ein Bildungsträger, sie ist eine echte Heimstatt, wurde vielstimmig betont. Die älteste Teilnehmerin ist übrigens schon 96 Jahre alt.

In einem kleinen Podiumsgespräch wurden dann Facetten beleuchtet, die den Erfolg der Seniorenarbeit ausmachen: Silke Gerhardt erzählte von einem generationsübergreifenden Theaterprojekt, bei dem die Beschäftigung mit Schriftsteller Günter Grass Alt und Jung zusammenführte, Kerstin Kutzer von der Volkshochschule stellte analytische Ergebnisse vor, wie Seniorenarbeit zukunftsfähig gestaltet werden kann und Gruppenleiterin Marianne Trampe zeigte auf, wie nach den Wünschen der Senioren attraktive Programme gestaltet werden können. Marita Schwabe kündigte an, dass am 7. November im Mueßer Holz die dritte Stadtteil-Seniorengruppe, insgesamt die 18. der VHS, gegründet wird.











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