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Geburtstag im Gruenen : In den jungen Park zieht Leben ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt Crivitz übernahm vor fünf Jahren das Arboretum: Förderverein unterstützt Pflege und bietet Führungen an

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2014 | 23:23 Uhr

Um über die Nordhalbkugel der Erde zu wandern, müssen die Crivitzer gar keine so weite Strecke zurücklegen: Im Arboretum am südlichen Stadtrand finden sich Bäume und Sträucher aus Europa, Asien und Amerika. Doch obwohl es sich um heimische bzw. hier heimisch gewordene Gewächse handelt, gedeiht nicht alles. „Wir haben bei einer Führung einen abgestorbenen Götterbaum entdeckt und für Ersatz gesorgt“, erzählt Rüdiger Quaß. Gemeinsam mit seiner Frau Helene ist er öfter im Arboretum zu Gast. Das Ehepaar ist sehr naturverbunden, engagiert sich im Verein Forstscheune Bahlenhüschen. „Und bei uns wachsen Götterbäume en masse.“ Deshalb überlegten Helene und Rüdiger Quaß nicht lange: Sie boten den Mitstreitern des Fördervereins für das Arboretum Crivitz an, einen neuen Götterbaum zu pflanzen. „Das haben wir im vorigen Jahr gemacht“, erzählt Helene Quaß. Doch auch dieser Setzling ging ein. Am Sonnabend gab es die zweite Nachpflanzaktion an gleicher Stelle. Die Bahlenhüschener sind zuversichtlich, dass es nun klappt. „Der Götterbaum ist eine Eschenart aus China, ein bisschen spröde und eigentlich nicht so anspruchsvoll“, erläutert Rüdiger Quaß. „In trockenen Frühjahren muss er ein bisschen gegossen werden. Dann kommt er auch durch.“ Das Ehepaar brachte zudem noch drei Papierbirken mit, die ebenfalls abgestorbene Exemplare im Amerika-Bereich des Arboretums ersetzen.

„Das ist wirklich eine tolle Aktion“, bedankt sich Hans-Jürgen Heine vom Förderverein Arboretum. Denn der junge Park soll wachsen und gedeihen. Mehr oder neue Bäume sollen nicht unbedingt hinzukommen. Aber Hilfe bei Ersatzpflanzungen und Unterstützung bei der Pflege sind nicht nur willkommen, sondern ein Beleg dafür, dass die Crivitzer und Gäste der Stadt den jungen Park annehmen. „Wir möchten, dass das Arboretum zum lebendigen Treffpunkt wird“, ergänzt Hartmut Paulsen, wie Heine Vorsitzender des Fördervereins. Eine Hand voll Führungen im Jahr werden angeboten. Vereine und Seniorengruppen machen sich zusätzliche Termine aus. Und am Sonnabend gab es erstmals eine Art Parkfest, denn die 7,6 Hektar große Anlage ist seit fünf Jahren in Obhut der Stadt. Angelegt wurde das Arboretum zuvor im Auftrag des Straßenbauamtes Schwerin – als Ausgleich für Straßenbauprojekte in MV. 100 Baumarten und 30 Straucharten von den Kontinenten Europa, Asien und Amerika wurden angepflanzt. Europa nimmt dabei zwei Drittel des Parks ein. Schautafeln informieren über die Gehölze, aber auch über die Endmoränenlandschaft.

Bei ihren Bemühungen, dass in den junge Park jetzt Leben einzieht, stehen die Mitstreiter des Fördervereins nicht allein da. Die Landschaftsgärtner Günter Steffen und Thomas Franiel führten am Sonnabend Besuchergruppen über das Areal. Jagdhornbläser spielten auf. Die Jäger brachten zudem den fahrenden Infostand des Landesverbandes mit. Der Zapeler Reinhardt Eggert stellte sein Hobby Falknerei vor. Die Eselfreunde aus Krudopp kamen mit den Grautieren Meck und Helena, die den Besuchern bei Rundgängen bei Bedarf als Lasttiere dienten. Und die Klasse 8c vom Gymnasium sorgte für die Verpflegung der Gäste.

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