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Wohnungspreise in Schwerin steigen : In den eigenen vier Wänden leben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Grundstücksmarktbericht: Nachfrage nach Wohneigentum in der Landeshauptstadt steigt – und die Preise auch

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Wer am Ziegelsee oder in den Waisengärten wohnen möchte, sollte schon etwas besser bei Kasse sein. Grundstücke in diesen Gegenden erzielen im innerstädtischen Preisvergleich nämlich Top-Werte, wie aus dem gestern veröffentlichten Grundstücksmarktbericht 2016 hervorgeht. Erstmals in der Geschichte des Gutachterausschusses für Grundstückswerte wurde in der Landeshauptstadt auch die „Schallmauer“ von einem Bodenrichtwert von 1000 Euro pro Quadratmeter durchbrochen, allerdings an einem anderen Ort – am Marienplatz.

„Die Nachfrage nach eigenem Wohnraum in Schwerin nimmt weiter zu. Bauplätze für individuellen Wohnungsbau sind knapp.“ So lautet – kurz gefasst – die Botschaft von Ulrich Frisch, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Schwerin. Angesichts niedriger Kreditzinsen halte der Trend zur Geldanlage in Immobilien weiter an. „Die Anzahl der Kaufverträge ist 2015 zwar im Vergleich zu 2014 um 52 auf 661 zurückgegangen, der Geldumsatz mit 179 Millionen Euro wie im Vorjahr aber auf einem sehr hohen Niveau“, so Frisch.

Besonders gefragt in Schwerin: Eigentumswohnungen. Mit einem Anteil fast 50 Prozent bestimme dieses Segment den Markt der bebauten Grundstücke, berichtet Ulrich Frisch. Hinter den Eigentumswohnungen rangieren Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften sowie Reihenhäuser, Mehrfamilien- sowie Wohn- und Geschäftshäuser und schließlich Gewerbe- und Geschäftsobjekte. Für eine Eigentumswohnung im sanierten Altbau mussten Interessenten 2015 beim Erstverkauf durchschnittlich 1505 Euro pro Quadratmeter hinlegen, bei Neubauten wurden im Schnitt 1411 Euro fällig. Hochwertig ausgestattete Wohnungen erzielten aber auch Durchschnittspreise von 2694 Euro. Begehrt – und teuer – laut Grundstücksmarktbericht: Eigentumswohnungen etwa in der Werdervorstadt und der Schelfstadt.

Durchweg gestiegen sind im Vorjahresvergleich die Bodenwerte für freistehende Einfamilienhäuser in Schwerin – auf durchschnittlich 1530 Euro pro Quadratmeter beläuft sich der Wert für Häuser, die vor 1949 gebaut, aber saniert und modernisiert wurden. Für Gebäude, die in den vergangenen drei Jahren errichtet worden sind, beträgt der Durchschnittswert 1899 Euro.

Bei den unbebauten Grundstücken konzentrierten sich nach Angaben von Ulrich Frisch mehr als die Hälfte der Verkäufe auf die Waisengärten, das Baugebiet am Sodemannschen Teich und den Bereich am Ziegelinnensee.

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