Plater Jugend : In Beton statt in den Sand gesetzt

Für ihren neuen Treffpunkt packen sie mit an: Felix Müller, Pascal Ahrens sowie Max und Hugo Brügmann (v.l.).
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Für ihren neuen Treffpunkt packen sie mit an: Felix Müller, Pascal Ahrens sowie Max und Hugo Brügmann (v.l.).

Muskelkraft und viele gute Ideen: Kinder- und Jugendrat der Gemeinde Plate setzt auf Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

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09. April 2018, 12:00 Uhr

„Ohne Evi hätten wir da nicht mitgemacht“, sagt Max Brügmann. Seine Mitstreiter vom Plater Kinder- und Jugendrat nicken zustimmend. Denn auch Pascal Ahrens, Felix Müller und Hugo Brügmann haben ihren Entschluss, sich auf das kommunalpolitische Parkett zu begeben, an Evelyn Döffinger festgemacht. Die Gemeindevertreterin ist ihnen seit vielen Jahren eine gute Freundin und „eine verlässliche Ansprechpartnerin“. Gemeinsam mit Ann-Charlott Müller, Henry Ihde und Lara-Celine Döffinger haben sie im vergangenen Jahr den Kinder- und Jugendrat in der Gemeinde Plate gegründet. „Die ersten Sitzungen waren  etwas trocken.  Die  Satzung und viele andere bürokratische Dinge mussten geklärt werden, bis es um die für uns wichtigen Themen ging“, erzählt Max Brügmann. Der 18-Jährige spricht aber auch von einer langen Projekt-Liste. Ein Vorhaben wurde an diesem Wochenende zwar nicht in Stein gemeißelt, aber in Beton gegossen: Die Hülsen für die Pfeiler eines Carports. „Wir wollen ein Treffpunkt für die Jugend. Das muss kein Club sein, so ein Carport reicht völlig aus“, sagt Felix Müller. Pläne für die weitere Gestaltung der Holzhütte am Rand des Spielplatzes in Peckatel gibt es auch. Ebenso für einen zweiten Carport in Plate. „Wir haben einen entsprechen Platz an der Stör gefunden und ebenso eine Truppe, die sich um den Aufbau dort kümmert“, erzählt  Evelyn Döffinger. Auch sie ist an diesem Sonnabend mit von der Partie. Hilft den Jugendlichen  ebenso wie  den Mitgliedern des Vereins der Natur- und Angelfreunde, die zum Frühjahrsputz eingeladen haben und unter anderem einen Weidendom auf dem neuen Spielplatzgelände anlegen. „Ganz schön viel Arbeit. Was für eine blöde Idee“, sagt Evelyn Döffinger und lacht. Sie bleibt wir immer optimistisch: „Wir schaffen das schon und dann wird es schön.“

Dass mit Jugendlichen in der Gemeinde  Plate von manchem der Vandalismus am Sportplatz oder auch anderen Stellen verbunden wird, wissen Max und Co. Doch sie halten klar dagegen: „Wir finden das unmöglich und es sind  ganz oft Jugendliche aus anderen Orten“, erklären die Ratsmitglieder. Sie selbst wollen mit ihren Carports zeigen: „Wir sind keine Schmierfinken und Randalierer.“

Treffpunkte allein reichen den Ratsmitgliedern nicht aus: Sie wollen Gemeinschaft auch leben. So laden sie am 11. Mai zu einem Lagerfeuer ein. „Interessierte sind  aber auch  zu unseren Sitzungen willkommen. Leider ist die Resonanz bislang sehr mau“, sagt Pascal Ahrens.

Selbst sind die Jungs nicht nur im Kinder- und Jugendrat aktiv, sondern auch in anderen Sportvereinen oder dem Angelverein. Wohl nicht zuletzt deshalb  setzen sie auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Organisationen. „Viele Aktionen, wie eben diese  auf dem Sportplatz, machen wir mit dem Verein der Natur- und Angelfreunde zusammen. Für das Feuer holen wir uns Unterstützung von der Jugendfeuerwehr“, sagt Max Brügmann.  Für den Herbst haben er und seine Mitstreiter  zudem ein Fußballturnier  geplant.

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