Schwerin : Immobilienpreise auf Höchststand

Bauboom in den Waisengärten: Hier werden Eigentumswohnungen zu Spitzenpreisen verkauft.
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Bauboom in den Waisengärten: Hier werden Eigentumswohnungen zu Spitzenpreisen verkauft.

Eigentumswohnungen 30 Prozent teurer, Spitzenlagen kosten 1000 Euro pro Quadratmeter, Gutachter heben Bodenrichtwerte an

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16. Mai 2017, 05:00 Uhr

Die Preise für Baugrundstücke für den privaten Wohnungsbau in Schwerin sind in den vergangenen fünf Jahren um 13 Prozent gestiegen. „Allein im Vorjahr kletterten sie um 3,3 Prozent“, berichtet Ulrich Frisch, Vorsitzender des Gutachterausschusses der Landeshauptstadt. Deshalb hat das Gremium eine Anhebung der Bodenrichtwerte beschlossen. Sie bilden die Basis der Bodenrichtwertkarte, auf deren Grundlage wiederum der Verkehrswert eines Grundstücks ermittelt werden kann.

Die Karte ist sehr detailliert und weist straßengenau die Preise aus. Am teuersten ist Grund und Boden naturgemäß in der Altstadt. In Spitzenlagen werden 600 bis 1000 Euro pro Quadratmeter für Mischgebiete mit geschäftlicher Nutzung gezahlt. Das betrifft zum Beispiel die Mecklenburgstraße oder den Marienplatz. Vergleichsweise preiswert bauen können Schweriner im neuen Eigenheimgebiet am Kirschenhof. 75 Euro kostet dort der Quadratmeter.

Kräftig gestiegen sind die Preise für Immobilien. Für sanierte Mehrfamilienhäuser und Wohn- und Geschäftshäuser mussten 2016 durchschnittlich zehn Prozent mehr gezahlt werden als im Jahr zuvor. Für Wohn- und Geschäftshäuser in der Innenstadt wurden Spitzenpreise von bis zu 1320 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche erzielt.

Noch höher liegt das Preisniveau bei Einfamilienhäusern. Es reicht je nach Alter der Immobilie von 1500 bis 2000 Euro pro Quadratmeter. „Im Vergleich zum Vorjahr sind in diesem Marktsegment die Preise relativ stabil geblieben“, berichtet Frisch. Kräftig geklettert indes sind die Preise für Eigentumswohnungen. In hochwertiger Ausstattung werden in Top-Lagen – etwa den Waisengärten – Spitzenwerte erzielt. Der Grundstücksmarktbericht weist 2890 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche als Durchschnittswert aus. Und selbst für sanierte Wohnungen werden noch 2610 Euro fällig. Das ist im Vergleich zu 2010 eine Steigerung von 30 Prozent.

Grundstücksmarktbericht und Bodenrichtwertkarte sind im Stadthaus erhältlich.

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