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Nachfrage nach Eigentumswohnungen deutlich gestiegen : Immobilienmarkt in Schwerin boomt

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Der Boom auf dem Schweriner Immobilienmarkt hält an. "Nicht nur die Anzahl der Kaufverträge ist im vergangenen Jahr gestiegen, gegenüber 2010 wurde auch 40 Prozent mehr Geld umgesetzt", sagte Ulrich Frisch.

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erstellt am 07.Apr.2012 | 03:53 Uhr

Schwerin | Der Boom auf dem Schweriner Immobilienmarkt hält an. "Nicht nur die Anzahl der Kaufverträge ist im vergangenen Jahr gestiegen, gegenüber 2010 wurde auch 40 Prozent mehr Geld umgesetzt", sagte Ulrich Frisch, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt, bei der Vorstellung des Grundstücksmarktberichts 2011. In etlichen Teilmärkten seien Preissteigerungen zu verzeichnen.

Um acht Prozent erhöhte sich nach Angaben von Frisch im Jahr 2011 die Zahl der abgeschlossenen Verträge auf dem Grundstücksmarkt - von 743 im Jahr 2010 auf nun 806. Der Geldumsatz sei im gleichen Zeitraum von 92 Mil lionen Euro auf 127 Millionen Euro gestieg en. Dabe i hätten insbesondere auch die Ausgaben für hochwertige Eigen tumswohnungen etwa am Ziegelsee zu Buche geschlagen, so der Vorsitzende des Gutachterausschusses.

Von den insgesamt 218 verkauften unbebauten Grundstücken im Jahr 2011 wurden laut Frisch mehr als 50 Prozent für den Bau von Einfami lien häusern in den B-Plangebieten der Stadt veräußert. Die Preise dieser Grundstücke seien nach dem Tief im Jahr 2008 weiter angestiegen auf einen durchschnittlichen Kaufpreis von 88 Euro pro Quadratmeter. Mit einem Anteil an den Vertragsabschlüssen von 48 Prozent werde die Hitliste der Baugebiete vom Mühlenscharrn in Neumühle angeführt, danach folgten der Silberberg in Warnitz mit zwölf Prozent und die Krebsbachaue in Krebsförden mit elf Prozent.

Die insgesamt 476 verkauften bebauten Objekte im Jahre 2011 teilten sich nach Erkenntnissen der Gutachterausschusses folgendermaßen auf: 126 Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften sowie Reihenhäuser, 108 Mehrfamilien- sowie Wohn- und Geschäftshäuser, 32 Gewerbe- und Geschäftsobjekte, 197 Eigentumswohnungen und 13 Verträge unterschiedlicher Gebäudearten. Bemerkenswert: "Im vergangenen Jahr wurden 42 Prozent mehr Eigen tumswohnungen erworben als im Jahr zuvor", betonte Frisch. So habe der Grundstücksmarktbericht im Jahr 2010 nur den Kauf von 139 Wohnungen ausgewiesen. Um 40 Prozent sei im vergangenen Jahr außerdem der Erwerb von Mehrfamilien- sowie Wohn- und Geschäftshäusern gestiegen.

Laut Grundstücksmarktbericht kostete ein neu errichtetes freistehendes Einfamilienhaus in der Stadt im vergangenen Jahr beim Erstverkauf durchschnittlich 1620 Euro pro Quadratmeter. 1480 Euro pro Quadratmeter waren für vor 1990 erbaute, modernisierte Häuser zu bezahlen, 1580 Euro pro Quadratmeter für nach 1990 errichtete Häuser. Bei Eigentumswohnungen lag das Preisniveau im Erstverkauf im sanierten Altbau bei durchschnittlich 1610 Euro pro Quadratmeter, in Neubauten bei durchschnittlich 1640 Euro pro Quadratmeter. Hochwertig ausgestattete Eigentumswohnungen hätten aber auch schon Preise von durchschnittlich 2300 Euro pro Quadratmeter erzielt, schilderte Frisch. Um durchschnittlich teilweise mehr als 50 Prozent seien zudem im vergangenen Jahr die Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser sowie Wohn- und Geschäftshäuser in der Stadt gestiegen.

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