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Zeitung für die Landeshauptstadt

16. Dezember 2017 | 23:37 Uhr

Stadtentwicklung : Immobilien-Branche rückt zusammen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Forum bringt Architekten, Planer und Investoren an einen Tisch

von
erstellt am 13.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Das Schwerin der Zukunft entsteht nicht am Reißbrett, sondern erwächst aus Alltag, Bedarf und Kontakten. Das wurde auf dem sechsten Schweriner Immobilienforum mehr als deutlich, bei dem auch immer mehr „Immobilienfrischlinge“ den Anschluss zur Branche suchen. Etwa 70 Teilnehmer aus Nord- und Süddeutschland schlossen gestern das zweitägige Branchentreffen in der Wismarschen Straße 144 ab. Das Oberthema „Leerstand in Schwerin – Baukultur als Herausforderung“ sprach dabei das Hauptproblem der Schweriner Stadtentwicklung an.

Der Tenor der Fachtagung: Um dem Bevölkerungsschwund die Stirn zu bieten und dem Leerstand etwas entgegen zu setzen, sind vor allem mutige Lösungen, Querdenken und Teamarbeit gefragt. Dieser Ansatz wurde gleich aus mehreren Richtungen deutlich: „Wohnungsanbieter müssen mehr zu Dienstleistern werden“, so Thomas Köchig, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS). Das Produkt müsse vor allem in schwer zu vermarktenden Wohnquartieren an den Mieter angepasst werden – nicht andersherum.

Langfristiges planen, Marktlage und Kommunikation seien bei jedem Projekt das A und O, erklärte Andreas Thiele, Leiter der Schweriner Stadtentwicklung.

Das konnte Jana Reichenbach-Behnisch aus Leipzig nur verstärken. Die Architektin hat ein ehemaliges Tapetenwerk mit kreativen Projekten belebt. „Für Freiberufler und die Kreativwirtschaft, zu der auch viele Architekten zählen, sind Kommunikationsräume unerlässlich“, sagte sie. Trotz des Internets und großer elektronischer Vernetzung gehe nichts über das persönliche Gespräch.

Der noch recht frisch gebackene Schweriner Baudezernent Bernd Nottebaum sieht vor allem Chancen in der Weiterentwicklung der Charta für Baukultur in Schwerin, einer Art Qualitätsmanagement für die Stadtentwicklung. Bauprojekte sollen so auch außerhalb der Planungsbüros, in öffentlichen Foren und bei Veranstaltungen mehr Raum bekommen.

Zentral ist zum Beispiel die Frage, „ob wir im Mueßer Holz jemals wieder einen Geschossbau hochziehen“, stellte der WGS-Chef abschließend in den Raum.

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