Der Schrauber von Boldela : Immer Motorenöl an den Fingern

Zwei Schmuckstücke präsentiert Peter Grabbert bei der Schau in Boldela – eine Touren-AWO und einen Lanz Bulldogg.
Zwei Schmuckstücke präsentiert Peter Grabbert bei der Schau in Boldela – eine Touren-AWO und einen Lanz Bulldogg.

Peter Grabbert organisiert das Oldtimer- und Motorradtreffen von Boldela

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26. Mai 2017, 09:00 Uhr

Ein wenig aufgeregt ist Peter Grabbert schon, was auf ihn und seine Helfer vom Club Waldkante sowie der Feuerwehr am morgigen Sonnabend zurollt: Im 100-Einwohner-Dorf Boldela steigt zwischen 8 und 17 Uhr zum zweiten Mal ein Oldtimer- und Motorradtreffen. „Zur Premiere im vorigen Jahr kamen rund 100 Oldtimer-Fans mit ihrer Technik – und dreimal so viele Zuschauer obendrauf“, erzählt der Cheforganisator. Alle waren sich einig, dass es irgendwann eine Wiederholung geben müsste. Die findet schon in diesem Jahr statt, denn zum 800-Jahr-Feier von Sülstorf bringt sich die gesamte Gemeinde ein. „Und auch wenn der Ortsteil Boldela in einer Sackgasse liegt, wollten wir da nicht im Abseits stehen“, betont der 53-Jährige. Hinzu kommt, dass Peter Grabbert nicht der einzige Schrauber in Boldela ist. Im Club Waldkante treffen sich in lockerer Runde etwa ein Dutzend Gleichgesinnte. Doch die Fäden für die Organisation des Oldtimer- und Traktorentreffens laufen in den Händen von Peter Grabbert zusammen. „Ich bin ja auch als Markthändler unterwegs und habe daher viele Kontakte“, erzählt der gelernte Maschinenbauschlosser und fügt gleich hinzu: „Ich kann meine Finger auch nicht von öligen Sachen lassen.“ Besonders am Herzen liegen dem Boldelaer die Oldtimer. „Die sind funktional, wertbeständig und können so manche Geschichte erzählen.“ Peter Grabbert hat schon unter die Haube unzähliger Fahrzeuge geschaut, böse und freudige Entdeckungen gemacht – und die meisten Maschinen wieder zum Laufen gebracht. Dazu zählen auch die beiden Schmuckstücke, die Grabbert morgen persönlich vorstellt. Den Lanz Bulldogg, Jahrgang 1937, und auch die Touren AWO, Jahrgang 1959, hat er eigenhändig rekonstruiert. „Einen Kolben habe ich extra nachgießen lassen“, verrät der Schrauber. Denn der war als Ersatzteil nicht zu bekommen, auch nicht beim Ausrangieren von hoffnungslosen Fällen. Doch sowohl der Lanz als auch die AWO laufen wieder. „Der Lanz ist zugelassen, den nutze ich für Arbeiten auf dem Feld und im Wald“, erzählt Grabbert.

Morgen sind beide Oldtimer aber Ausstellungsstücke. „Zwei von hoffentlich vielen“, wie der Cheforganisator betont. Die Boldelaer machen da auch keine Einschränkungen, welche Technik gezeigt wird. Trecker, Autos, Kräder – aus Ost und West – alles ist willkommen. „Nur Oldtimer sollten es sein“, fügt Grabbert an. Besonders freut er sich, dass die Bulldogg-Freunde ihr Kommen zugesagt haben. Und natürlich gehören Schrauber-Gespräche, Rahmenprogramm und Verpflegung zu so einem Treffen dazu. Hinzu kommt eine Tombola, bei der die Eintrittskarten als Lose gelten.

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