Schwerin : Im Technologiezentrum wirds eng

Das Technologie- und Gewerbezentrum in der Hagenower Straße bietet Existenzgründern optimale Startbedingungen.
Das Technologie- und Gewerbezentrum in der Hagenower Straße bietet Existenzgründern optimale Startbedingungen.

Starthilfe gefragt: 99 junge Unternehmen mit insgesamt 612 Mitarbeitern profitieren von günstigen Rahmenbedingungen

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03. März 2014, 08:39 Uhr

Die Parkplatzknappheit im Technologie- und Gewerbezentrum Schwerin (TGZ) macht deutlich: Es wird eng im Technologiepark der Landeshauptstadt. Die Leitung des Unternehmens sieht das mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die hohe Auslastung der zur Verfügung stehenden Räume und Flächen mit rund 95 Prozent bringt auf der einen Seite viele Einnahmen. Auf der anderen jedoch könnte es eng werden, neuen Existenzgründern Starthilfe zu geben.

„Dass wir als Verein organisiert sind, hat einerseits den Vorteil, dass eine politische Einflussnahme auf unternehmerische Entscheidungen ausgeschlossen ist und andererseits müssen wir nicht gewinnorientiert arbeiten. Deshalb drängen wir unsere am Markt erfolgreich etablierten Unternehmen, sich aus dem TGZ auszugründen“, sagt Geschäftsführer Klaus Seehase. Mit dem Umzug von drei Unternehmen – Planet IC an die Mettenheimerstraße, Seezeichenhersteller Sabik nach Süd und Allergen-Tester DST Diagnostische Systeme und Technologien zum Güterbahnhof – sei Platz gemacht worden für junge Unternehmen.

Und die stehen fast Schlange, denn ein Startplatz im TGZ ist begehrt. „Unsere großen Vorteile sind die Flexibilität, die günstigen Mieten und die optimalen Rahmenbedingungen für Starter“, erklärt Seehase. So könne ein junges Unternehmen ganz klein anfangen mit nur einem Büro und Nutzung des IT-Netzwerkes im TGZ. Wenn es wächst, könnten weitere Räume hinzugemietet werden, erläutert er. Ein weiterer unschlagbarer Vorteil sei das kooperative Klima. „Die Firmen im TGZ kennen sich alle und profitieren voneinander. Das ist wie ein großes Netzwerk“, sagt Seehase. Und es funktioniere auch nach Ausgründungen. So haben die Unternehmen Sabik und Airsense Analytics kürzlich gemeinsam mit dem TGZ ein gemeinsames Büro in Hamburg eröffnet.

Die neuen Mieter im Technologiezentrum bringen neue Ideen mit, erzählt Seehase. So habe sich gerade eine junge Firma mit Co-Working eingemietet. Sie bietet voll ausgestattete Büros an, die stundenweise gemietet werden können. „Geschäftsleute, die viel reisen, wissen so etwas zu schätzen“, berichtet Seehase aus eigener Erfahrung. Weitere neue Mieter gehen mit Telemedizin oder einem Lieferservice für Studenten an den Start, wofür sie die Software selbst entwickeln. „So verstehen wir unsere Aufgabe: Technologieorientierte Unternehmen ansiedeln und ihnen optimale Wachstumsbedingungen bieten“, betont der TGZ-Chef.

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