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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 14:45 Uhr

Schwerin : Im Schlossgarten ist viel zu tun

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Derzeit werden die Laubengänge instand gesetzt, Pflegearbeiten an Wegen und Grünanlagen erfolgen nach Prioritätenliste

von
erstellt am 23.Jul.2017 | 23:39 Uhr

Rund 26 Hektar ist der Schlossgarten groß und für viele Schweriner der Lieblingsort in der Stadt. Doch die riesige Anlage will gepflegt werden. „Die Herausforderung ist, dass der Charakter des Schlossgartens als Garten- und Landschaftsdenkmal erhalten werden muss“, erläutert Dietmar Braune vom Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes, der für den Park zuständig ist. „Wir können also nicht einfach Wege asphaltieren, wie beispielsweise den vielgenutzten zwischen Schleifmühle und Jägerweg, sondern müssen ihn erhalten.“ Das wurde mit einem grundlegenden Ausbau gemacht. Am Jugendtempel indes sehen die Wege viel schlechter aus, sind ausgespült. „Wir arbeiten nach Prioritätenliste, können nicht alles auf einmal und sofort.“ Der Handlungsbedarf am Jugendtempel sei erkannt und werde demnächst behoben. „Durch die Hanglage spülen die Wege dort besonders schnell aus. Und in diesem Jahr hatten wir unverhältnismäßig viel Starkregen“, bilanziert der Gartenbauingenieur. Da dies angesichts des Klimawandels wohl in den kommenden Jahren keine Ausnahme bleiben werde, sollen entlang der Wege an Hängen und Steigungen jetzt verstärkt Querrinnen zur Wasserableitung eingesetzt werden. „Das ist sehr viel Arbeit und kann nur abschnittsweise erfolgen“, erläutert Braune. Für die laufende Reparatur der Wege sei ausreichend Grandmaterial eingelagert und werde nach und nach eingebaut.

Ein anderes, jüngst am Jzugendtempel moniertes Problem sieht Braune gelassen. Bei einem Konzert im Tempel hatten die Besucher unterhalb des Bauwerks geklagt, das Orchester nicht sehen zu können. „Der Tempel ist nicht originär als Spielort, sondern als Aussichtspunkt konzipiert. Wir halten die Sichtachsen – etwa zum Faulen See, zum Hippodrom, oder zum ehemaligen Schweizerhaus frei“, sagt der BBL-Mitarbeiter. Er verspricht aber, dass die Sträucher unterhalb des Tempels zurückgeschnitten werden. „Sie sind noch jung, deshalb haben wir sie noch nicht auf den Stock gesetzt“, erläutert der Fachmann. Zurückgeschnitten werden sollen demnächst auch die Stockausschläge im Hippodrom. Die Linden dort haben dank der feuchten Witterung massive Austriebe an den Stämmen.

Die größten Reparaturmaßnahmen des Sommers sind in den Laubengängen. Die waren vor der Buga grundlegend saniert worden. „Die Robinienstämme, die die Metallgerüste tragen, halten auch nach zehn Jahren noch vorzüglich. Die Schlete aus einfachem Nadelholz auf den Verbindern müssen jedoch erneuert werden.“ Das übernimmt die Firma Burghard Berg, mit der der BBL einen Pflegevertrag hat.

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